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10.04.2017

Frauenhandball-Pionierin Rita Seewer gestorben

Text von handball.ch:

Rita Seewer (-Bigall), Ehrenmitglied des Schweizerischen Handball-Verbands (SHV), ist am 16. Februar kurz vor ihrem 90. Geburtstag verstorben. Mit Rita Seewer verliert der Schweizer Handball eine sehr geschätzte Persönlichkeit sowie eine grosse Pionierin der nationalen Frauenhandball-Bewegung.

Die im Stadtteil Wipkingen aufgewachsene Zürcherin engagierte sich als Mitbegründerin und Präsidentin des Damenhandball Club Zürich (DHCZ) schon früh mit viel Herzblut für den Schweizer Frauenhandball und nahm eine Vorreiterrolle ein. Dass Frauen schliesslich ab den Sechzigerjahren wie die Männer auf nationaler Ebene spielen und einen regulären Meisterschaftsbetrieb austragen konnten, war zu einem grossen Teil ihr Verdienst. Sie setzte sich mit grosser Energie dafür ein und vertrat die Interessen des Frauenhandballs auf allen Ebenen und in allen Belangen; sie war unter anderem langjähriges Mitglied der Nationalligakommission.

Nach der Gründung des Schweizerischen Handball-Verbands im Jahr 1974 war Rita Seewer federführend in der Organisation des Spielbetriebs, was den Frauenhandball anging, und sie koordinierte den gesamten Frauenhandballbereich. Als beeindruckende «Macherin» und mit ihrer Passion für den Frauenhandball stand sie über viele Jahre an der Spitze der Bewegung und öffnete so viele Türen und Möglichkeiten. Als Anerkennung ihr riesiges Engagement wurde sie schliesslich als erste Frau überhaupt zum Ehrenmitglied des Schweizerischen Handball-Verbands ernannt.

Der Schweizer Handball hat mit Rita Seewer eine herausragende Persönlichkeit verloren, die einen grossen Teil ihres Lebens dem Handballsport im Allgemeinen und der Frauenhandball-Bewegung im Besonderen widmete. Sie verlor auch später nie den Kontakt zu ihrer geliebten Sportart. Rita Seewer war bis zuletzt eine der treusten Begleiterinnen der Nationalmannschaften der Männer und Frauen – sie verpasste auch im hohen Alter kaum ein Länderspiel. Rita Seewer bleibt in bester Erinnerung. Der SHV ist ihr in Dankbarkeit verbunden.

Rita Seewer im Jahr 1957