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30.09.2013

NLB/Herren: Spiel mit zwei Gesichtern – GCA verliert in Basel

 

Am Samstag stand für das zweite GCA-Team der Abschluss des Mammut-Auftaktprogramms mit Winterthur, Endingen, Aarau und Basel an. Gleich zwei schlechte Nachrichten musste die Mannschaft von Trainer Simon Maurer diese Woche wegstecken: Einerseits wurde bei Edin Hasanovic ein Bruch im Fuss diagnostiziert, was wohl einen Ausfall von mehreren Wochen nach sich ziehen wird. Noch übler traf es Thilo Weber, der auf diese Saison vom TV Uster nach Zürich gewechselt hatte. Der 21-Jährige war gegen Suhr in der zweiten Hälfte mit einer Knieverletzung ausgeschieden.  Eine MRI-Untersuchung zeigte dann, dass sich Thilo erneut das Kreuzband gerissen hat – er hatte sich eben gerade erst von seinem letzten Kreuzbandriss erholt. Wie  es für den jungen Rückraumspieler jetzt weitergeht, ist noch unklar. 

So musste das GCA-Team in Basel ohne die beiden Rückraumspieler antreten. Da Luca Oberli mit dem NLA-Team unterwegs war, kam der junge Gianluca Schaub zu seinem ersten NLB-Aufgebot. Ausserdem verstärkte der rechte Flügel Sharr Ramadani aus der ersten Mannschaft das Zürcher Team.  Trotz der nominellen Überlegenheit des RTV Basel und der Absenzen im Rückraum hofften sich die Zürcher nach dem anständigen Auftritt gegen Suhr/Aarau letztes Wochenende auf eine Überraschung. 

Der Beginn des Spiels war auf beiden Seiten zerfahren. Gegen die körperlich überlegene Basler 6:0 Verteidigung wusste der Zürcher Rückraum keine Mittel, so suchte man oft den Abschluss aus Einzelaktionen – mit geringem Erfolg.  Auf der anderen Seite scheiterten die Basler ein ums andere Mal aus wenig aussichtsreichen Positionen am Zürcher Torhüter. Dazu kamen viele Fehler auf beiden Seiten.  So ging es bis zum 4:4 nach 11 Minuten auf bescheidenem Niveau hin und her. Danach kamen die Basler jedoch langsam auf Touren, während sich bei den Zürchern die Fehler mehr und mehr häuften. So kamen die Basler zu vielen einfachen Gegenstosstoren, gerade auch wieder in Unterzahl. Die Zürcher brachten überhaupt nichts mehr zustande und lagen nach 18 Minuten mit 9:4 zurück. Danach war der bereits vorher nur bescheidene Widerstand der Zürcher endgültig gebrochen und die Basler konnten ihren Vorsprung auf ein komfortables 18:8 in der Pause ausbauen. Die richtigen Worte für so eine Halbzeit zu finden ist nicht einfach – „miserabel“ wäre noch zu nett. 17 technische Fehler und nur 8 erzielte Tore - der Zürcher Angriff war praktisch inexistent.

Doch wer hätte das gedacht:  Trotz des 10-Tore-Vorsprungs zur Pause wurde die zweite Hälfte noch spannend. Die Basler begannen die zweite Hälfte mit der zweiten Aufstellung und waren wohl gedanklich noch in der Kabine. Die Zürcher Deckung funktionierte auf einmal und die Basler kamen nur schwer zu Toren. Vor allem begann der Zürcher Rückraum tatsächlich zu spielen und stellte die Fehlpässe für einmal ein. So kam es, dass nach dem 21:10 in der 35. Minute die Zürcher ein Tor ums andere schossen und es nach 43 Minuten nur noch 21:17 hiess. Längst hatte der Basler Trainer Ebi seine erste Sieben wieder aufs Feld gestellt. Nun war es ein Kampf auf Augenhöhe. Obwohl die Basler Vukelic und Falkman immer wieder mit Einzelaktionen glänzten, konnten die Zürcher mithalten und in der 55. Minute gelang Matthias Maurer der Anschlusstreffer zum 26:27 per Gegenstoss. Doch die individuelle Klasse der Basler gab in dieser Phase den Ausschlag und wieder waren es Vukelic und Falkman, die ihr Team zum 31:27 Heimsieg führen sollten.

Nun müssen sich die Zürcher zum zweiten Mal hintereinander an der eigenen Nase nehmen. Wie schon gegen Suhr wäre hier mehr möglich gewesen. Doch mit einem so unterirdischen Auftritt in der ersten Halbzeit kann man nur schwer Punkte holen – erst recht gegen den NLA-Absteiger.

Bereits am Mittwoch geht es für die Zürcher auswärts gegen den STV Baden weiter. Nach den vier Spielen gegen schwieriger einzuschätzende Gegner beginnt nun der Abstiegskampf für das Zürcher Team. Punkte müssen her, und zwar eher früher als später. Die Frage ist nur, welches von den zwei  Gesichtern, die gegen Basel zu sehen waren, die Mannschaft in den nächsten Spielen zeigen wird. 

 

K.W.

Männer NLB
Samstag, 28. September 2013
 - SG GC Amicitia/RWZ 31:27 (18:8)