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13.11.2017

SPL1/Frauen: Unverdiente aber selbst verschuldete Niederlage

Wenn eine Mannschaft während fast 58 Minuten führt, das zum Teil deutlich und das Spiel schlussendlich noch verliert, ist sie meistens selber schuld. So geschehen am Sonntag-Nachmittag beim Spiel von GC Amicitia gegen Yellow Winterthur. Aber der Reihe nach. Die Zürcherinnen begannen die Partie engagiert, man wollte aus den Fehlern beim Hinspiel lernen und vor allem Yellows Topspielerin Nicoline Berthelsen sollte weniger Akzente setzen wie vor zwei Monaten in Winterthur. Beide Mannschaften spielten in der Abwehr stark und so war es für beide Angriffsreihen nicht einfach, zu Toren zu gelangen.

Trotzdem gelang den Zürcherinnen der Start in die Partie besser, nach 10 Minuten stand es 5:3 für GC Amicitia. Man hielt in dieser Phase Yellows gefährliche Shoterinnen vom Tor weg, was sich bezahlt machte. Und wenn mal ein Ball durchkam, war mit Desiree Ligue ein sehr gut haltender Torhüter im Weg. GC Amicitia spielte konstant auf gutem Niveau und in der 25. Minute gelang erstmals ein 4-Tore-Vorsprung (9:5). Die letzten Minuten verliefen ausgeglichener, aber GC schaffte es, diesen Vorsprung mit in die Pause zu nehmen (12:8).

Jedermann auf Zürcher Seite hoffte, dass die Mannschaft das sehr gute Spiel der ersten Halbzeit weiterziehen kann und dass die Abwehr weiterhin so effektiv arbeitet wie in der ersten Halbzeit. Aber dem war leider nicht so. Während den ersten 10 Minuten gelang GC kein einziges Tor mehr und Yellow schaffte den Anschluss zum 12 : 11. Das Spiel stand jetzt auf des Messers Schneide und war an Spannung nicht mehr zu überbieten. Trotz allem schafften es die Einheimischen in der 46. Minute nochmals, Yellow mit 3 Toren zu distanzieren (15:12). Aber einige Fehler und „viel zu leichtes Herschenken des Balles“ ermöglichten es Yellow Winterthur, Tor um Tor aufzuholen und in der 52. Minute erstmals zum Ausgleich zu kommen. Die nächsten 6 Minuten gingen im Gleichschritt weiter, es stand nach 58 Minuten 19:19. Während den letzten 2 Minuten verzeichnete GC Amicitia leider aber 3 Fehlwürfe. Luana Feller (Yellow) andererseits schaffte es mit ihrem dritten Tor innerhalb von 8 Minuten, den Siegtreffer zum nicht für möglich gehaltenen 19:20 – Sieg für die Gäste im Tor von Desiree Ligue unterzubringen.

Team und Trainerstab waren nach diesem Finale "logischerweise bedient“. Es gab viel Licht und Schatten in diesem Match. Die erste Halbzeit war sehr gut, aber mit etwas mehr Konzentration hätte man den Gegner schon in den ersten 30 Minuten deutlicher distanzieren können, was vermutlich dann zum Sieg gereicht hätte. 

Die Mannschaft hat in diesen ersten zwei Monaten der Saison ordentliche Fortschritte gemacht, aber trotzdem muss die Fehlerzahl noch weiter reduziert werden und darauf muss in den kommenden Monaten das Augenmerk gelegt werden. Wenn man diese Fehlerzahl in den einstelligen Bereich runter bekommt, dann wird man auch wieder Punkte aufs Konto schreiben können.


SPAR PREMIUM LIGUE 1 - Hauptrunde
Sonntag, 12. November 2017
GC Amicitia Zürich - Yellow Winterthur 19:20 (12:8)
Zürich Saalsporthalle - 200 Zuschauer - Sr. Capoccia / Jucker

GC Amicitia: Leuenberger/Ligue (Torhüter); Bopp (6), Müller (3), Dormann, Laszlo (2), Dolci, Zürni (3/1), Decurtins (4/1), Kuc, Lüscher, Schadegg (1), Ribeiro de Freitas, Näf

Yellow Winterthur: Pöcze/Zaugg (Torhüter); Berthelsen (6/2), Randers (3/1), Von Arx, Jugovic (2), Kashani, A. Veit (2), Chevalier, J. Veit (1), Manser, Feller (5), Gwerder (1), Hälg

Strafen: 4 mal 2 Minuten (+ 1 rote Karte) für GC Ami, 4 mal 2 Minuten für Yellow

Bemerkungen: : GC Amicitia ohne Krummenacher, Beck, Leuenberger, (verletzt), Cibula, Fischbacher, Salem (überzählig). Yellow ohne Sievi (verletzt). GC und Yellow verschiessen je 1 Penalty.

<<Bericht aus Sicht des Gegners>>