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MNLB: Wohl zu wenige Körner im Tank

MNLB: Wohl zu wenige Körner im Tank

Die SG GC Amicitia / HC Küsnacht muss im letzten Heimspiel vor der Winterpause eine weitere knappe Niederlage hinnehmen. Im Duell mit der HSG Baden-Endingen können die Stadtzürcher trotz eines durch Verletzungen und Krankheiten stark dezimierten Kaders lange mithalten, unterliegen am Schluss aber trotzdem mit 30:34.

Der Start in die Partie ist aus Sicht der Gastgeber vielversprechend; in der Offensive kommt dank schön herausgespielten Chancen über Kreis und Flügel zu Toren, und in der Defensive gelingt es, den körperlich überlegenen Gästen Paroli zu bieten und einige Bälle mithilfe von Steals und Paraden zu erobern. So gestaltet sich die erste Halbzeit sehr ausgeglichen, keines von beiden Teams kann entscheidend davonziehen, obwohl beide Teams mehrfach in Überzahl agieren können. Der Pausenstand zeigt eine entsprechend knappe 13:12-Führung zu Gunsten der Gäste aus dem Aargau.

In der zweiten Halbzeit erhöht sich dann das Spieltempo und demnach auch die Kadenz, in der Tore fallen, was weniger mit verbessertem Tempospiel, sondern vor allem mit einer erhöhten Anzahl Fehler im Spielaufbau auf beiden Seiten zu tun hat. Auch im zweiten Durchgang kann sich kein Team einen entscheidenden Vorteil erarbeiten, wodurch der Spielstand durchgehend knapp bleibt. Immer wieder erarbeiten sich die Gäste aus Baden-Endingen einen Vorsprung, den die Blauweissen aber nie auf mehr als zwei Tore heranwachsen lassen – zumindest bis zur packenden Schlussphase. Auch hier scheitern die Limmatstädter vor allem an sich selbst, vorne lässt man Würfe im Duell mit dem ex-Hopper Roman Bachmann im Badener Tor liegen, und hinten ist man in der einen oder anderen Situation kurz zu unkonzentriert. Es ist wohl auch eine Folge daraus, dass die Zürcher im gesamten Spiel aufgrund der knappen Kaderbreite grosse Teile ihrer Energiereserven aufbrauchen müssen, um das Tempo des Spiels mitgehen zu können. Und so bleiben die Gäste aus dem Aargau in den letzten drei Spielminuten abgezockt und können am Schluss gar einen vier-Tore-Vorsprung über die Ziellinie bringen.

Bevor die Jung-Hoppers in die verdiente und wohl auch dringend nötige Winterpause gehen, steht nun noch ein Auswärtsspiel für die Equipe von Coach Carreño an. Am kommenden Samstag tritt man die längste Auswärtsfahrt an, um sich dann um 19:30 Uhr mit CS Chênois Genève Handball zu messen.


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Bericht: Lars Niedermann