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MNLB: Zu wenig Durchschlagskraft gezeigt

MNLB: Zu wenig Durchschlagskraft gezeigt

Die SG GC Amicitia / HC Küsnacht unterliegt am Sonntagabend auswärts in der AXA Arena in Winterthur der SG Yellow/Pfadi Espoirs mit 24:28. Für die Blauweissen ist es ein Rückschlag, hatte man sich doch am letzten Spieltag in der Nationalliga B mit einem Heimerfolg gegen den SV Fides endlich aus einer Negativserie befreien können.

Von Beginn weg zeichnet sich ab, dass der Handballabend im Osten Winterthurs für beide Teams anstrengend werden würde: schon zu Beginn der Partie werden die Zweikämpfe hart geführt, die beiden Farmteams packen in der Defensive ordentlich zu und schenken sich nichts. Das Spiel ist entsprechend auch von vielen Strafen geprägt; beide Teams verlieren im Verlauf des Spiels einen Akteur durch einen Platzverweis und auch sonst gibt es viele Phasen, in der eines der beiden Teams in Überzahl agieren kann. Der Start in dieses hart umkämpfte Zürcher Derby gestaltet sich ziemlich ausgeglichen, doch nach 10 Minuten schaffen es die Hausherren, sich ein Wenig von den Jung-Hoppers abzusetzen. Der Unterschied zwischen den beiden Equipen ist dabei vor allem in der Offensive auszumachen; während die Pfadi-Akteure oftmals nach langen Angriffen noch zu Torerfolgen kommen, machen die Gäste aus Zürich zu viele technische Fehler und lassen zudem auch einige freie Würfe liegen. Entsprechend logisch ist die 4-Tore-Führung der Gastgeber zum Pausentee.

Auch in der zweiten Halbzeit kommen die Limmatstädter nicht besser ins Spiel, zwar kann man in der Abwehr mit der 5:1-Deckung durchaus einige positive Akzente setzen, aber vor allem offensiv fehlt den Gästen nach wie vor die Durchschlagskraft und die Kaltschnäuzigkeit. So schaffen es die Yellow/Pfadi Espoirs vorübergehend sogar, ihren Vorsprung auf ganze sieben Tore auszubauen. Das Spiel scheint nach 45 Minuten entschieden zu sein, doch die Blauweissen beweisen Charakter und kämpfen sich nochmals ran. Dank einigen wichtigen Paraden von Keeper Holaus und einer besseren Ausnützung der eigenen Abschlussgelegenheiten schaffen es die Blauweissen sogar, in den letzten fünf Minuten den Vorsprung nochmals auf zwei Tore zu verkürzen. Wie es aber an einem gebrauchten Abend so ist, endet der Angriff, mit dem man sogar auf ein Tor hätte herankommen können, in einem technischen Fehler, der auf der anderen Seite gnadenlos mit einem Gegenstosstor bestraft wird. Die Gastgeber bringen die zwei Punkte anschliessend souverän ins Trockene und lassen sich verdient als Sieger dieses Zürcher Derbys feiern.

Für die Jungs von der SG GC Amicitia / HC Küsnacht heisst es nun ganz schnell abhaken und weitermachen, den als nächstes folgen zwei Spiele gegen die beiden Teams ganz oben in der NLB-Tabelle. Am kommenden Sonntag empfangen die Blauweissen Handball Emmen in der Saalsporthalle, ehe es am darauffolgenden Samstag in die Innerschweiz zum BSV Stans geht.


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Bericht: Lars Niedermann