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MNLB: Zwei schwache Phasen zu viel
Bild: Felix Burrichter

MNLB: Zwei schwache Phasen zu viel

Die SG GC Amicitia / HC Küsnacht unterliegt zuhause gegen die SG GS/Kadetten Espoirs Schaffhausen mit 25:29 und kann sich damit im Kampf gegen die roten Plätze nicht wie erhofft mehr Luft verschaffen. Die Zürcher zeigen phasenweise eine solide Leistung, leiden aber unter zwischenzeitlichen Totalaussetzern und einer schwachen Wurfquote.

Bereits früh in der Partie zeigt sich, dass es für die Hausherren am Samstagabend keineswegs einfach werden würde, den Ball im Tor unterzubringen: bereits in den ersten 10 Minuten verzeichnet André Strauss im Schaffhauser fünf Paraden und spielt sich schon früh in einen Rausch. Von diesem lassen sich auch seine Vorderleute pushen: die Schaffhauser kommen gut aus den Startlöchern und erarbeiten sich bis in die 12. Minute einen fünf-Tore-Vorsprung. Doch die Zürcher lassen sich davon nicht abschrecken; allmählich versenken sie auch mehr ihrer Würfe und kämpfen sich zurück in die Partie, nach rund 20 Minuten ist das Spiel wieder ausgeglichen. Dann, jedoch, erwischen die Limmatstädter zum dämlichsten Zeitpunkt das Erste von zwei üblen Zwischentiefs. In den letzten fünf Minuten vor der Halbzeit will den Blauweissen wieder kein Treffer mehr gelingen, man wirft vorne die Bälle mit unnötigen technischen Fehlern weg und findet hinten wieder keinen Zugriff mehr auf die Schaffhauser. So gehen die Jung-Hoppers anstatt mit einem Unentschieden mit einer vier-Tore-Hypothek zum Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben sich die Stadtzürcher dann wieder ein Wenig gefangen; im Gleichschritt mit den Gästen geht es weiter, der Vorsprung hält sich mehr oder weniger konstant bei etwa fünf Toren. Jedoch währt diese Ausgeglichenheit erneut nicht ewig; ab der 45. Minute ziehen die Zürcher wieder fünf «nüntige» Minuten ein, in der man den Vorsprung auf sage und schreibe acht Tore anwachsen lässt. Immerhin beweisen die Hausherren in der Schlussphase dann nochmals Moral und kämpfen sich vor allem auch mit einer solidarischen Abwehrleistung nochmals auf drei Tore an die Gäste aus der Munotstadt heran, aber schlussendlich ist die Hypothek zu gross: die Espoirs der Kadetten bringen am Schluss einen vier-Tore-Vorsprung relativ ungefährdet über die Ziellinie und feiern damit einen verdienten Auswärtssieg in Zürich.

Für die Zürcher ist diese Niederlage doppelt bitter, denn nun ist man auch in der Tabelle wieder hinter die Schaffhauser gerutscht. Das Gute am Ganzen ist jedoch: bereits am kommenden Wochenende hat man eine realistische Chance, gegen einen guten Gegner wieder auf die Siegesstrasse zu kommen. Am Samstagabend spielt man in St. Gallen auswärts gegen die SG Fides St. Gallen, einen Gegner, den man in der Hinrunde hatte bezwingen können. 

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Bericht: Lars Niedermann