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NLB: Die zweithöchste Liga der Schweiz; unsere Mannschaft ist auf Kurs!

NLB: Die zweithöchste Liga der Schweiz; unsere Mannschaft ist auf Kurs!

Rang 12, 15 Punkte, auf Zahlen basiert die drittbeste Verteidigung…. Somit das Ziel auf der Rangliste erreicht. Viel wichtiger aber war der Fakt, dass sich Spieler wie Platz, Bader und Hayer über die Leistungen in der NLB in der QHL etablieren konnten. Vor der Saison gab es einige Unsicherheiten. Die Kader und Trainersituation war lange nicht so klar geregelt, in der 1. Liga entstand das Gefäss der Red Hoppers, und mit wenigen Ausnahmen hatten die Spieler keine NLB Erfahrung. 

Es galt also das Team in der neuen Zusammenstellung zu festigen, und den Mindset auf das nötige Level zu bringen. Es war von Anfang an klar, dass der Trainingsbetrieb nicht so regulär stattfinden wird wie bei einem ‘normalen’ NLB Team. Es ist ein Espoir Gefäss. Das heisst, es spielen am Wochenende auch Spieler, die nicht oder nur wenig im Mannschafts-Training waren. Im Training sind von anderen Teams Spieler dabei, die ebenfalls am Weekend nicht im NLB Kader stehen. Taktisch orientierte man sich deshalb an der QHL damit es für die Spieler einfacher wird. So gab es dann auch oft unterschiedliche Konstellation im Spielkader, je nach Verletzungssituation musste man ein Spiel ohne Kreisläufer agieren, etc. Unter all diesen Voraussetzungen muss ich dem Team ein grosses Kompliment machen. Sie haben sich als Team untereinander sehr schnell gefunden. Sie regulierten vieles untereinander und liessen sich von den ebenfalls sehr variablen Staffkonstellationen Inputs geben. 

Trotz diesen erschwerten Bedingungen startete das Team gut in die Saison. Nach zwei knappen Niederlagen gegen Ligafavoriten gelang gegen Gossau der erste Sieg im dritten Spiel. Man sah also, dass man in der Liga mithalten konnte. Danach dauerte es aber nochmals vier Spiele bis zum nächsten Sieg. Bis an Weihnachten folgten noch ein Sieg und das Unentschieden gegen den damals Tabellenzweiten Baden. Den Rest der Saison ging man mit der Gewissheit an, dass man auf dem Nichtabstiegsplatz steht und diesen zu Verteidigen hat.

Der restliche Verlauf war dann ähnlich. Es gab sehr viele knappe bis sehr knappe Spiele, deren zehn endeten mit zwei Toren oder weniger Unterschied. Sechs Mal
verlor man mit einem Tor. Aber jedes Spiel wurde bis zum Schluss alles gegeben. Mit der guten Deckung und der ersten und zweiten Welle, dem Nie-aufgeben und dem kämpferischen Mindset konnten wir viele Gegner vor Probleme stellen. Im gebundenen Angriffspiel liegt allerdings noch viel Potential. Wir erzielten am drittwenigsten Tore, trotz hoher Kadenz im Spiel. Da gilt es geduldiger zu sein und weniger Fehler zu machen. Allerdings ist dies auch auf die strukturell inkonsistente Trainingspräsenz zurückzuführen.

Im Grossen und Ganzen hat es sehr viel Spass gemacht mit diesem Team zu arbeiten. Der Auswärtssieg im letzten Spiel in Baden war dann ein gelungener Abschluss.Die  nächste Saison steht vor der Tür. Strukturell ist man früher bereit, die 1. Liga trainiert bereits wieder, der grösste Teil des Kaders steht und das Abschlussgrillieren steht noch an. Danach werden wir mit einigen neuen Spielern in die Vorbereitung starten.

Für den Bericht: Sascha Schönholzer
Bild: Valentin Bamert