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QHL: Der Schweizer Meister kommt in die Saalsporthalle
Photo by Felix Burichter

QHL: Der Schweizer Meister kommt in die Saalsporthalle

Ein Hauch von Champions League und Bundesliga in der Saalsporthalle: Am Mittwoch, 23. September, empfängt GC Amicitia Zürich den amtierenden Schweizer Meister HC Kriens-Luzern zum Blau/Weissen Derby. Mit Nationaltrainer Andy Schmid an der Seitenlinie und zahlreichen international erfahrenen Spielern reist das wahrscheinlich prominenteste Team des Schweizer Handballs nach Zürich. Für GC ist die Ausgangslage klar: Gegen den Favoriten braucht es einen mutigen Auftritt – und eine Saalsporthalle, die hinter dem Zürcher Blau/Weiss steht. Anpfiff ist um 19.15 Uhr. Franco di Matteo

Viel grösser könnte die Herausforderung für die junge Mannschaft von Werner Bösch derzeit kaum sein. Der HC Kriens-Luzern gewann im vergangenen Frühling erstmals in seiner Vereinsgeschichte die Schweizer Meisterschaft und vertritt den Schweizer Handball in dieser Saison in der EHF Champions League. Dort misst sich der HCKL mit einigen der besten Mannschaften Europas. Erst letzten Donnerstag empfingen die Innerschweizer den SC Magdeburg in der Pilatus Arena.

Und die Krienser reisen mit Selbstvertrauen nach Zürich. Erst am Sonntag kam es zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals gegen Kadetten Schaffhausen. Kriens-Luzern setzte sich nach einer 20:18-Pausenführung mit 38:32 durch und fügte den Kadetten damit die erste Saisonniederlage zu.

Auf GC wartet damit eine Mannschaft, die nicht nur individuell hervorragend besetzt ist, sondern auch mit enorm viel Erfahrung und Qualität auftritt.

Nikola Bilyk: Weltklasse in der Saalsporthalle

Das prominenteste Beispiel dafür ist Nikola Bilyk. Der österreichische Nationalspieler wechselte diesen Sommer vom deutschen Rekordmeister THW Kiel in die Innerschweiz. Zehn Jahre spielte Bilyk für die Norddeutschen, absolvierte 422 Pflichtspiele und erzielte 1'224 Tore. Mit Kiel gewann er unter anderem drei deutsche Meisterschaften, viermal den DHB-Pokal, den EHF-Pokal und die EHF Champions League – praktisch alles, was es im europäischen Vereinshandball zu gewinnen gibt.

Wie wertvoll der 29-Jährige für den Schweizer Meister bereits ist, zeigte er auch am Sonntag gegen Kadetten. Bilyk erzielte neun Treffer und gehörte zu den prägenden Figuren beim 38:32-Erfolg.

Doch Bilyk ist längst nicht der einzige Spieler im Kader der Innerschweizer mit Erfahrung aus der deutschen Bundesliga. Entsprechend viel internationale Routine trifft am Mittwoch auf die junge Zürcher Mannschaft.

Wiedersehen zweier ehemaliger Kieler

Für einen Zürcher wird das Blau/Weisse Derby zu einem ganz besonderen Wiedersehen: Sven Ehrig und Nikola Bilyk standen mehrere Jahre gemeinsam beim THW Kiel unter Vertrag.

Ehrig schaffte beim deutschen Rekordmeister den Sprung aus dem Nachwuchs in die Profimannschaft und gehörte während vier Jahren zum Bundesliga-Kader. Gemeinsam mit Bilyk stand er auch in der Champions League auf dem Feld.

Am Mittwoch treffen sich die beiden ehemaligen Teamkollegen nun erstmals in der Saalsporthalle auf unterschiedlichen Seiten wieder – Bilyk im Dress des Schweizer Meisters, Ehrig in Blau/Weiss für GC Amicitia Zürich.

Andy Schmid kehrt an eine alte Wirkungsstätte zurück

Eine besondere Geschichte schreibt auch die Seitenlinie. Seit dieser Saison wird der HC Kriens-Luzern von Andy Schmid trainiert. Der Schweizer Nationaltrainer führt damit ein Doppelmandat und ist gleichzeitig Cheftrainer des Nationalteams und des amtierenden Schweizer Meisters.

Für Schmid bedeutet die Partie in Zürich eine Rückkehr zu seinen Wurzeln im Schweizer Spitzenhandball. Vor seinem Wechsel ins Ausland spielte er für GC und später Amicitia Zürich. Seine Zeit in Zürich krönte er 2009 mit einer aussergewöhnlichen Saison: Amicitia gewann Meisterschaft, Schweizer Cup und Supercup, ehe Schmid den Verein verliess.

Viele Jahre, fünf MVP-Auszeichnungen in der deutschen Bundesliga und eine aussergewöhnliche internationale Karriere später kehrt eine der prägendsten Persönlichkeiten des Schweizer Handballs nun als Trainer des Gegners in die Saalsporthalle zurück.

GC will den Favoriten fordern

Die Rollen sind vor dem Spiel klar verteilt. Kriens-Luzern verfügt über einen der prominentesten Kader der Liga, ist amtierender Schweizer Meister und spielt aktuell auf der grössten europäischen Bühne.

Für GC Amicitia ist das gleichzeitig eine grosse Herausforderung und eine grosse Chance.

Trainer Werner Bösch kann dabei auf seinen gesamten Kader zählen. Es gibt keine Verletzten, womit die Zürcher mit voller Besetzung in das Duell gehen können.

Gerade gegen einen Gegner dieser Qualität wird es darauf ankommen, über 60 Minuten konzentriert zu bleiben, technische Fehler möglichst tief zu halten und Kriens nicht ins Tempospiel kommen zu lassen. Gleichzeitig muss GC den Mut haben, die eigenen Stärken auszuspielen: Tempo, Dynamik und die Unbekümmertheit einer jungen Mannschaft, die gegen den Schweizer Meister wenig zu verlieren hat.

Und vor allem soll die Saalsporthalle dabei wieder zu einem Faktor werden.

Alle in Blau/Weiss – Juniorinnen und Junioren gratis!

Es kommt also am Mittwoch zu einer Partie in der Saalsporthalle, welches für jeden Handball Fan ein besonderer Leckerbissen ist. Ein Hauch von Bundesliga live aus nächster Nähe erleben.

Alle Juniorinnen und Junioren von GC Amicitia Zürich erhalten zudem kostenlosen Eintritt, wenn sie im blau-weissen Spieldress oder im blauen GC-Amicitia-Trainingsshirt in die Saalsporthalle kommen.

Also: Dress oder Trainingsshirt anziehen, Teamkolleginnen und Teamkollegen einpacken und gemeinsam die QHL-Mannschaft unterstützen.

Denn wenn der Schweizer Meister und Champions-League-Teilnehmer nach Zürich kommt, soll die Saalsporthalle zeigen, welches Blau/Weiss hier zuhause ist.

Blau/Weisses Derby
GC Amicitia Zürich – HC Kriens-Luzern

Mittwoch, 23. September 2026, 19.15 Uhr
Saalsporthalle Zürich