Die Partie zwischen GC Amicitia Zürich und dem BSV Bern beginnt intensiv und ausgeglichen. Beide Teams agieren von Beginn weg auf Augenhöhe, schenken sich wenig Raum und liefern sich ein schnelles, körperbetontes Spiel. GC hält gut dagegen, zeigt Mut im Angriff und steht defensiv stabil. Trotz kleiner Unkonzentriertheiten gelingt es den Zürchern, mit den favorisierten Bernern Schritt zu halten. Zur Pause liegt GC lediglich mit einem knappen Rückstand zurück – die Ausgangslage für die zweite Hälfte ist völlig offen.
Schwierige Phase nach der Pause – dann die grosse Reaktion
Nach dem Seitenwechsel folgt jedoch eine Phase, in der es bei GC knortzt. In den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit fehlt die nötige Konsequenz, während der BSV Bern seine Qualität gnadenlos ausspielt. Die Gäste ziehen, angeführt von einem starken Matthieu Seravalli im Berner Tor, davon und der Rückstand wächst auf sieben Tore an. Nicht viel deutete zu diesem Zeitpunkt auf einen Punktgewinn der Hoppers.
Doch GC Amicitia Zürich beweist Moral, Kampfgeist und einen unerschütterlichen Glauben an die eigene Stärke. Mit erhöhter Intensität in der Defensive, mehr Tempo und Klarheit im Angriff startet die Aufholjagd.
Die Umstellung der Defensive auf ein 5:1 stellte die Berner plötzlich vor eine schier unlösbare Aufgabe. Und im Tor begann Tim Müller plötzlich die Bälle zu halten. In der Schlussphase hielt er 6 von 13 Würfen auf sein Tor und kam so auf eine starke Quote von 47%. Vorne spielte das Team nun flüssig und frech und kam so – vor allem über die Aussenpositionen – zu guten Abschlüssen. Angeführt von einem entfesselten Noah Grau, der am Ende mit 10 Toren bei 83% Wurfquote zum Best Player avancierte, kämpfte sich das Team Tor um Tor an die Berner heran.
Abgeklärt in der Schlussphase
Die Berner fanden keine Lösung mehr gegen die Stadtzürcher und diese spielten in der Schlussphase abgeklärt und konzentriert. Mit einem cleveren letzten Spielzug 30 Sekunden vor der Sirene trickste man die Berner Abwehr aus und Finley Röttges kam am Kreis frei zum Abschluss. Mit seinem 5. Treffer aus ebenso vielen Versuchen erzielte er den mehr als verdienten Ausgleich.
Wichtiger Punkt im Kampf um die Playoffs
Für GC Amicitia Zürich bedeutet dieses Remis weit mehr als nur einen Zähler – es ist ein Statement, welches zeigt, dass man auch gegen die Top-Klubs der Quickline Handball League punkten kann. Der Kampfgeist und die Moral, nach einem deutlichen Rückstand nicht aufzugeben, geben Zuversicht für die kommenden Aufgaben.
Ein Punkt, der im Kampf um die Playoff-Qualifikation immens wichtig ist und dem Team Selbstvertrauen auf dem weiteren Saisonweg geben sollte.

