Das fünfte und entscheidende Playoff-Finalspiel bot genau das, was ein Finalspiel zwischen GC Amicitia Zürich und dem LC Brühl verspricht: Spannung, Intensität und Emotionen bis zur letzten Minute. Vor über 1'250 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Saalsporthalle lieferten sich GC Amicitia Zürich und LC Brühl Handball einen Finalabend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Der Start gehörte leicht den St. Gallerinnen. Mit viel Tempo und Konsequenz fanden sie besser ins Spiel, und in der 8. Minute traf Malin Altherr zum 2:4 für Brühl. Doch GC Amicitia Zürich wusste zu reagieren und fand mit einer starken Defensive und einer super aufspielenden Seraina Kuratli im Tor besser in das Spiel.
In der 10. Minute verwandelte Captain Leonie Aellen einen Penalty zum 4:4-Ausgleich. Kurz darauf brachte die stark aufspielende Hannah Bopp die Gastgeberinnen in Führung. Und diese Führung sollte GC Amicitia nicht mehr aus der Hand geben. Brühl blieb zwar hartnäckig, verkürzte immer wieder auf ein Tor Differenz, doch Zürich blieb ruhig und abgeklärt. So ging es mit dem Spielstand von 13:11 in die Pause.
Die angereisten Zuschauerinnen in der Saalsporthalle sorgten auch in der zweiten Halbzeit für eine unglaubliche Kulisse, und trieben ihre Teams zu Bestleistungen an. Das Team zeigte auch in der zweiten Halbzeit eine sehr starke und kämpferische Teamleistung. Geschlossen erspielten sie sich schöne Chancen, sodass man zwischenzeitig einen 4-Tore Vorsprung erspielen konnte. Besonders in dieser Phase war das Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterin Seraina Kuratli ein entscheidender Faktor – Brühl fand kaum einfache Lösungen.
In der 51. Minute setzte Lea Schärer ein weiteres Ausrufezeichen und traf zum 21:16, dem bis dahin höchsten Vorsprung. Sie wurde mit ihrer starken Leistung und 8 erzielten Toren zur Best Playerin des Spiels gewählt.
Doch Brühl gab sich nicht geschlagen. Angeführt von einer stark aufspielenden Norah Kothen im Tor (44% gehaltene Bälle) fanden die St. Gallerinnen wieder zurück ins Spiel und verkürzten auf 22:21.
Doch die Limmatstädterinnen behielten Ruhe, und so war es schliesslich Mailee Winterberg, die mit ihrem Treffer zum 25:22 den Endstand besiegelte.
Mit grossem Einsatz, Teamgeist und Entschlossenheit gelingt es somit, das entscheidende Spiel für sich zu entscheiden und die Saison mit dem Schweizermeistertitel abzuschliessen. Dieser Triumph schreibt Vereinsgeschichte: Es ist der erste Schweizermeistertitel seit der Fusion von ZMC Amicitia Zürich und dem Grasshopper Club Zürich – ein Meilenstein, der weit über dieses eine Spiel hinausgeht.
Die Zürcherinnen machen somit ihre Saison perfekt und können nach dem Cuptitel mit dem Meistertitel zum Double abschliessen. Das Team belohnt sich damit für die harte Arbeit, die es in den vergangenen Jahren geleistet hat.
Ein grosser Dank gilt den zahlreichen Fans, die das Team über die gesamte Serie und Saison hinweg getragen haben. Ihr seid die Besten!
Ebenso danken wir unseren Sponsoren und Unterstützern, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre.
Und ein respektvoller Glückwunsch geht an LC Brühl St. Gallen für eine intensive und hochklassige Finalserie.
Trainer Kent Ballegaard über den Titelgewinn und die gemeinsame Reise mit dem Team:
«Eine wahnsinnige Saison fand mit dem Gewinn der Meisterschaft einen wunderschönen Abschluss. Damit haben wir in dieser Saison beide Titel geholt!
Die Reise, die wir hinter uns haben, ist einfach unglaublich und wirklich bewundernswert. Ich kann meinen Stolz auf unsere Leistungen gar nicht in Worte fassen. Es grenzt an das Unwirkliche, ist aber auch ein Beweis dafür, dass Glaube und harte Arbeit Grenzen verschieben können. Es gibt Spielerinnen, die vom ersten Tag an dabei waren. Ganz jung und mit viel zu lernen. Dieser Weg hat uns viel abverlangt, aber wie ich immer gesagt habe: Die Belohnung kommt zu denen, die sie sich verdient haben.
Als ausländischer Trainer mit einem anderen Hintergrund und einer anderen Kultur ist dieser Weg nicht immer einfach gewesen und manchmal sogar ziemlich hart und frustrierend. Aber die Mannschaft und die Spielerinnen haben mir immer Energie, Motivation und grosse Freude gegeben. Gemeinsam haben wir ungeahnte Höhen erreicht, und die Erinnerungen bleiben uns für immer. Und das bedeutet alles.
Ich bin unglaublich stolz und sehr, sehr glücklich – danke, Mädels. Ihr habt einen grossen Platz in meinem Herzen.»
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Spieltelegramm
SPL1 – Playoff-Final Spiel 5, Saalsporthalle Zürich
GC Amicitia Zürich – LC Brühl 25:22 (13:11)
Kuratli (6 Paraden; 25%), Krüger; Aellen 4 (3) Tore, Bopp 2 T., D’Ambrosio, J. Erni 2 T., K. Erni, Kündig 1 T., Schärer 8 T., Schlaepfer 1 T., Schmid 1 T., Wick, Winterberg 6 T.
Abwesend: Liv Rusert, Nina Steiner (beide verletzt)

