GC Amicitia Zürich erwischte einen guten Start in die Partie und bot dem favorisierten Gegner aus der Bundesliga in der Anfangsphase die Stirn. Besonders im Positionsangriff tat sich Oldenburg schwer gegen die aggressive und kompakte Zürcher Abwehr. «Wenn wir sie in den Stellungsangriff bringen konnten, war unsere Verteidigung sehr aggressiv und kompakt. Wir konnten die Abschlüsse erzwingen, die wir uns vorgenommen hatten, und Seraina konnte mit einigen Paraden überzeugen», sagte Leonie Aellen nach dem Spiel.
Doch der VfL nutzte jede Unachtsamkeit konsequent aus. Vor allem im Rückzug passten bei den Zürcherinnen einige Absprachen nicht, was den Gästen mehrere einfache Tore ermöglichte. So setzte sich Oldenburg bis zur Pause auf 18:11 ab. «Ein, zwei Absprachen im Rückzug haben nicht ganz gepasst, weshalb wir schnell ein paar einfache Tore kassiert haben. Das hat das Resultat meiner Meinung nach ein bisschen verfälscht», so Aellen.
Starke Moral, zu viele technische Fehler
Aufgeben kam für das Heimteam aber nicht in Frage. Mit einer geschlossenen Teamleistung kämpften sich die Zürcherinnen im Spielverlauf bis auf zwei Tore heran. Die zweite Halbzeit endete mit 11:13 entsprechend deutlich ausgeglichener als die erste. Für eine noch knappere Ausgangslage fürs Rückspiel fehlte es am Ende an der Präzision: Zu viele technische Fehler verhinderten, dass GC Amicitia den Rückstand weiter verkleinern konnte.
Auch Trainer Kent Kent Ballegaard zog ein differenziertes Fazit: «Ich bin sehr zufrieden mit unseren ersten 10 bis 15 Minuten in beiden Halbzeiten, in denen wir ein tolles Spiel gezeigt haben. Es ist ganz klar, dass unsere Fehler heute hart bestraft wurden, und das war eigentlich der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften.»
Lernen und mitnehmen
Für die Zürcherinnen überwiegt trotz der Niederlage das Positive. «Es war ein gutes Spiel für uns, um ein gutes Gefühl mitzunehmen und zu sehen, dass wir auch gegen eine Bundesligamannschaft über weite Strecken mithalten können. Jetzt heisst es einfach, über 60 Minuten durchzuziehen und nicht nur stellenweise», blickt Aellen bereits auf das Rückspiel voraus.
Kent sieht die Partie vor allem als Chance zur Weiterentwicklung: «Wir treffen auf eine gute Mannschaft mit vielen talentierten Spielerinnen. Eine fantastische Gelegenheit für uns, dazuzulernen, und genau das ist ja auch das Ziel dieser Spiele.»
Das Rückspiel findet bereits am kommenden Sonntag, 11. Oktober, um 16.30 Uhr in Oldenburg statt.

