Mit neun Toren Rückstand und als klare Aussenseiterin war GC Amicitia in die EWE Arena gereist. Das Team von Trainer Kent Ballegaard nahm sich vor, aus den starken Phasen des Hinspiels eine Leistung über 60 Minuten zu machen, und setzte genau das um. Bereits in der ersten Halbzeit begegneten die Zürcherinnen dem Favoriten auf Augenhöhe und lagen zur Pause nur mit 11:12 im Hintertreffen.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. GC Amicitia liess sich nicht abschütteln und gewann die zweite Halbzeit mit 12:11, was am Ende das verdiente Remis bedeutete. Der Vierte der Bundesliga musste sich mit einer Punkteteilung vor eigenem Publikum begnügen.
Starker Rückhalt und zwei unermüdliche Torschützinnen
Grundlage für den Achtungserfolg war die Defensive. Die kompakte Zürcher Abwehr hielt Oldenburg bei 23 Toren. Dahinter zeigten beide Torhüterinnen eine starke Leistung und kamen jeweils auf eine Abwehrquote von über 40 Prozent. Im Angriff zeigten sich die Zürcherinnen im Vergleich zum Hinspiel deutlich effizienter, genau so, wie es Ballegaard vor der Partie gefordert hatte. Allen voran übernahmen Mailee Winterberg (8 Tore) und Hannah Bopp (7) Verantwortung.
Entsprechend zufrieden zeigte sich der Trainer nach der Partie: «Ein Unentschieden auswärts gegen den Vierten der Bundesliga, damit bin ich sehr zufrieden. Unsere Torhüterinnen und eine hart arbeitende Abwehr haben Oldenburg bei 23 Toren gehalten. Und Mailee und Hannah haben unermüdlich gearbeitet und ihre Tore gemacht. Nach dem letzten Wochenende ist das eine tolle Reaktion, die wir auch in der Meisterschaft gut gebrauchen können.»
Für das Weiterkommen reicht es nach der 22:31-Hinspielniederlage jedoch nicht. Die Erfahrungen und das Selbstvertrauen aus Oldenburg nimmt die Mannschaft aber mit in die Meisterschaft der SPL1.
Das nächste Spiel findet am kommenden Samstag (17.10.26) um 17:00 auswärts in Thun statt.

