Die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen den RTV Basel war klar: Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge brauchte GC Amicitia dringend Punkte, um im engen Kampf um den sechsten Tabellenplatz den Anschluss nicht zu verlieren.
Und die junge Mannschaft von Werner Bösch zeigte von der ersten Minute an, dass sie sich dieser Bedeutung bewusst war.
Mit viel Tempo, einer konzentrierten Defensive und konsequenten Abschlüssen übernahmen die Zürcher sofort das Kommando. Sven Ehrig eröffnete das Skore, Birgir Már Birgisson doppelte nach, ehe Ehrig erneut erfolgreich war. GC spielte sich regelrecht in einen Rausch und lag nach wenigen Minuten bereits mit 5:0 in Führung.
Ein Start, der nicht nur für Selbstvertrauen sorgte, sondern den Baslern früh den Rhythmus nahm.
Im Gegensatz zu einigen vergangenen Spielen gelang es GC diesmal, die eigenen Stärken von Beginn an konsequent auszuspielen. Die Defensive stand kompakt, Ballgewinne wurden schnell nach vorne getragen und die herausgespielten Möglichkeiten mit hoher Effizienz verwertet.
GC kontrolliert die erste Halbzeit
Nach dem schwierigen Start fanden die Gäste aus Basel zwar zunehmend besser in die Partie, doch GC liess sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen.
Die Zürcher hielten das Tempo hoch und fanden im Angriff immer wieder Lösungen gegen die Basler Defensive. Gleichzeitig sorgte Tim Müller im Tor mit wichtigen Paraden dafür, dass die Gäste den Rückstand nicht entscheidend verkürzen konnten.
Besonders erfreulich war dabei die offensive Konsequenz. Während die Mannschaft in den vergangenen Spielen immer wieder gute Möglichkeiten ausgelassen hatte, zeigte sie sich gegen Basel deutlich effizienter.
Auch die technischen Fehler, die GC zuletzt mehrfach wertvolle Punkte gekostet hatten, konnten besser kontrolliert werden.
Zur Pause lag GC Amicitia verdient mit 16:10 in Führung und hatte sich damit eine hervorragende Ausgangslage für den zweiten Durchgang geschaffen.
Tim Müller als sicherer Rückhalt
Einen wesentlichen Anteil am überzeugenden Auftritt hatte einmal mehr Tim Müller.
Der Zürcher Torhüter zeigte eine starke Leistung und war insbesondere in jenen Phasen zur Stelle, in denen die Basler versuchten, den Rückstand zu verkürzen. Mit wichtigen Paraden gab er seiner Mannschaft Sicherheit und ermöglichte es GC, immer wieder ins Tempospiel zu kommen.
Dass Müller nach der Partie zum Best Player von GC Amicitia Zürich gewählt wurde, war die verdiente Anerkennung für seinen Auftritt.
Bereits beim wichtigen Auswärtssieg in Aarau hatte er mit einer Abwehrquote von 44 Prozent eine entscheidende Rolle gespielt. Nun bestätigte er erneut, wie wichtig ein starker Rückhalt im Tor für die Entwicklung der jungen Zürcher Mannschaft ist.
Basel versucht zu reagieren – GC bleibt souverän
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am grundsätzlichen Spielgeschehen.
Die Basler versuchten, den Druck zu erhöhen, und konnten den Rückstand zwischenzeitlich mehrfach auf sechs Treffer reduzieren. Doch immer dann, wenn die Gäste Hoffnung schöpften, fand GC eine passende Antwort.
Insbesondere im Angriff überzeugten die Zürcher weiterhin mit hoher Effizienz. Das Team von Werner Bösch liess sich nicht aus der Ruhe bringen und spielte die eigenen Angriffe konsequent zu Ende.
In der Schlussviertelstunde versuchte Basel mit einem zusätzlichen Feldspieler nochmals, die Partie zu drehen. Doch auch darauf hatte GC eine Antwort. Die Zürcher nutzten die entstehenden Räume und kamen mehrfach zu Treffern ins verwaiste Basler Tor.
So wuchs der Vorsprung in der Schlussphase weiter an, ehe GC schliesslich einen auch in dieser Höhe verdienten 38:29-Heimsieg feiern konnte.
Die Entwicklung trägt Früchte
Der Sieg gegen Basel ist mehr als nur ein weiterer Erfolg in der Meisterschaft.
In den vergangenen Wochen hatte die junge Mannschaft von Werner Bösch immer wieder gute Leistungen gezeigt, es aber zu selten geschafft, sich dafür mit Punkten zu belohnen.
Gerade nach der knappen Niederlage in St. Gallen, als zahlreiche ausgelassene Grosschancen ein besseres Resultat verhindert hatten, war eine Reaktion gefragt.
Und diese fiel überzeugend aus.
GC zeigte gegen Basel viele jener Qualitäten, die in den vergangenen Spielen zwar phasenweise vorhanden waren, aber noch nicht konstant genug abgerufen werden konnten.
Eine stabile Defensive, ein starker Torhüter, viel Tempo nach vorne und vor allem eine deutlich verbesserte Effizienz im Abschluss bildeten die Grundlage für den klaren Erfolg. Dass die Mannschaft auch dann ruhig blieb, als Basel zwischenzeitlich näherkam, zeigt zudem, dass die jungen Zürcher zunehmend an Reife gewinnen.
Der eingeschlagene Entwicklungsweg wird damit immer deutlicher sichtbar.
Wichtige Punkte im Kampf um die Finalrunde
Mit dem Heimsieg gegen Basel sichert sich GC Amicitia zwei enorm wichtige Punkte im Rennen um die ersten sechs Tabellenplätze. Nach zehn absolvierten Meisterschaftsspielen stehen die Zürcher nun bei acht Punkten und halten damit den Anschluss an die Mannschaften vor ihnen.
Der Blick auf die Tabelle zeigt weiterhin ein enges Rennen hinter den beiden Spitzenteams Kadetten Schaffhausen und HC Kriens-Luzern. Gerade im Kampf um Rang 6 dürfte in den kommenden Wochen jeder Punkt von grosser Bedeutung sein.
Umso wichtiger ist es, direkte Konkurrenten wie den RTV 1879 Basel auf Distanz zu halten.
Mit dem 38:29-Erfolg haben die Zürcher zudem auch das zweite Saisonduell gegen die Basler für sich entschieden. Bereits Ende August gewann GC auswärts im Rankhof mit 35:29.
Die Mannschaft von Werner Bösch hat damit nicht nur vier Punkte gegen Basel gesammelt, sondern auch gezeigt, dass sie in den direkten Duellen mit ihren Konkurrenten um die Finalrunde bestehen kann.
Jetzt wartet der nächste Härtetest
Bereits am kommenden Samstag, 24. Oktober, steht für GC Amicitia die nächste grosse Herausforderung auf dem Programm. Um 18.00 Uhr gastieren die Zürcher in der BBC Arena bei den Kadetten Schaffhausen.
Gegen eines der beiden Spitzenteams der Liga wird die junge Mannschaft erneut gefordert sein. Gleichzeitig bietet die Partie die Gelegenheit, die positive Entwicklung auch gegen einen Gegner von internationalem Format unter Beweis zu stellen.
Der deutliche Heimsieg gegen Basel dürfte dafür zusätzliches Selbstvertrauen geben.
Kadetten Schaffhasuen vs. GC Amicitia Zürich
Samstag, 24.10.2026, 18.00 Uhr
BBC Arena Schaffhausen

