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QHL: GC unterliegt nach ausgeglichener erster Halbzeit
Photo by Felix Burichter

QHL: GC unterliegt nach ausgeglichener erster Halbzeit

GC Amicitia Zürich verliert das Zürcher Kantonsduell gegen Pfadi Winterthur mit 27:32 (14:14). In einer umkämpften ersten Halbzeit kämpfen sich die Hoppers nach einem Vier-Tore-Rückstand zurück und stellen bis zur Pause auf 14:14. Nach dem Seitenwechsel erwischt jedoch Pfadi den deutlich besseren Start und setzt sich entscheidend ab. GC versucht bis zum Schluss, nochmals zurückzukommen, findet offensiv aber zu selten Lösungen gegen die Winterthurer Defensive. Für ein Ausrufezeichen sorgt Neil Röttges, der mit neun Treffern zum Best Player der Zürcher gewählt wird. Franco di Matteo

Das Zürcher Derby begann ausgeglichen, ehe Pfadi Winterthur zunehmend die Kontrolle übernahm. Die Gäste fanden offensiv gute Lösungen und konnten sich nach einer Viertelstunde erstmals deutlicher absetzen. Doch GC reagierte.

Die Mannschaft von Werner Bösch stabilisierte sich und arbeitete sich Schritt für Schritt zurück in die Partie. Insbesondere Neil Röttges übernahm in dieser Phase viel Verantwortung und half mit seinen Treffern entscheidend dabei mit, den Rückstand kontinuierlich zu verkürzen.

Aus einem Vier-Tore-Rückstand wurde so bis kurz vor der Pause wieder ein völlig offenes Spiel. GC belohnte sich für die Steigerung und stellte noch vor dem Seitenwechsel auf 14:14. Nach 30 Minuten war im Zürcher Kantonsduell damit alles wieder offen.

Drei Gegentore nach der Pause verändern das Spiel

Umso bitterer verlief der Start in die zweite Halbzeit.

Pfadi kam deutlich besser aus der Kabine und erzielte drei Treffer in Serie. Innerhalb kurzer Zeit wurde aus dem 14:14 ein 14:17.

GC gelang es in dieser Phase nicht, an den starken Schlussspurt der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Während die Winterthurer ihre Möglichkeiten konsequent nutzten, tat sich das Heimteam offensiv zunehmend schwer.

Damit war die Ausgangslage eine komplett andere als noch unmittelbar vor der Pause. GC musste erneut einem Rückstand hinterherlaufen – dieses Mal gegen eine Pfadi-Mannschaft, die defensiv kompakt stand und mit zunehmender Spieldauer immer mehr Sicherheit gewann.

Neil Röttges unterstreicht seine Ambitionen

Einer, der sich gegen die drohende Niederlage stemmte, war Neil Röttges. Der Neuzugang zeigte seine bislang stärkste Vorstellung im Dress von GC Amicitia und war über weite Strecken der auffälligste Zürcher Offensivspieler.

Mit neun Treffern aus 13 Versuchen war Röttges der erfolgreichste Torschütze seines Teams und wurde nach der Partie verdient zum Best Player von GC Amicitia Zürich gewählt.

Dabei überzeugte nicht nur seine Trefferquote. Röttges übernahm Verantwortung, suchte konsequent den Weg zum Tor und war insbesondere in schwierigen Phasen bereit, voranzugehen.

Mit seinem Auftritt im Zürcher Derby unterstrich er damit eindrücklich seine Ambitionen und zeigte, welchen Stellenwert er im jungen Zürcher Team einnehmen kann. Nach ersten vielversprechenden Auftritten war die Leistung gegen Pfadi ein weiteres starkes Signal.

GC versucht nochmals zurückzukommen

Aufgeben war für die junge Zürcher Mannschaft dennoch keine Option. GC versuchte, das Tempo hochzuhalten und den Rückstand nochmals zu verkürzen.

Immer wieder gelangen gute Aktionen und die Hoppers schafften es, den Abstand zwischenzeitlich zu reduzieren. Der entscheidende Lauf, um das Spiel nochmals vollständig zu öffnen, blieb jedoch aus.

Ein Grund dafür stand im Tor der Winterthurer: Rickard Frisk zeigte eine starke Partie. Gerade in jenen Momenten, in denen GC die Chance gehabt hätte, den Rückstand entscheidend zu verkürzen, war der Pfadi-Torhüter zur Stelle.

Genau diese fehlende Konsequenz im Abschluss machte an diesem Abend einen Unterschied. Während GC viel Aufwand betreiben musste, um zu seinen Treffern zu kommen, nutzte Pfadi seine Möglichkeiten abgeklärter.

Pfadi bringt den Vorsprung über die Zeit

In der Schlussphase gelang es GC nicht mehr, entscheidend näher heranzukommen. Die Winterthurer liessen sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen und brachten ihren Vorsprung über die Zeit.

Damit musste sich GC nach 60 umkämpften Minuten mit 27:32 geschlagen geben.

Zu wenig Konstanz über 60 Minuten

Für GC bleibt damit ein Spiel, das exemplarisch zeigt, wie eng Erfolg und Niederlage in dieser ausgeglichenen QHL derzeit beieinanderliegen.

Die Reaktion auf den Rückstand in der ersten Halbzeit war stark. Die Mannschaft blieb ruhig, kämpfte sich zurück und hatte beim 14:14 zur Pause das Momentum auf ihrer Seite.

Umso mehr schmerzte der Start in den zweiten Durchgang. Drei Gegentore in Serie brachten Pfadi sofort wieder in Vorlage. Danach fehlte GC offensiv die notwendige Konstanz, um das Spiel ein zweites Mal zu drehen.

Gerade solche Phasen gilt es für die junge Mannschaft weiter zu reduzieren. Gleichzeitig gab es auch gegen Pfadi positive individuelle Signale. Allen voran der Auftritt von Neil Röttges zeigte, welches Potenzial in diesem Team steckt.

Das Rennen um die Finalrunde bleibt eng

Mit der Niederlage verpasst GC die Gelegenheit, einen direkten Konkurrenten in der Tabelle zu überholen. Gleichzeitig bleibt die Ausgangslage in der Quickline Handball League eng und jeder Punkt entsprechend wertvoll.

Für die junge Mannschaft von Werner Bösch ändert sich deshalb wenig am eingeschlagenen Weg: Die positiven Phasen weiter ausbauen, die Schwankungen reduzieren und sich Schritt für Schritt jene Konstanz erarbeiten, die es braucht, um im Rennen um die Finalrunde zu bestehen.

Das Derby gegen Pfadi hat gezeigt, wie klein die Unterschiede sein können. Es hat aber auch gezeigt, dass sich innerhalb des jungen Teams Spieler immer stärker in den Vordergrund spielen.

Im Mobiliar Cup gegen den STV Willisau

Im 1/16 Final greifen die Zürcher nun auch in den Mobiliar Cup ein. Das Los zog den STV Willisau aus der 1. Liga. Nach drei Runden belegen die Innerschweizer in der Gruppe 2 den 9. Rang. Die Willisauer sind bekannt dafür, bei grossen Spielen ein grosses Fest drum herum zu organisieren. Die Stimmung wird daher sicher heiss sein und es braucht die volle Konzentration der Zürcher in diesem Spiel.

Nächste Spiel
Mobiliar Cup
STV Willisau vs. GC Amicitia Zürich
Willisau, Hallenbad