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SPL: Aufholjagd kommt zu spät – Belle entscheidet um den Schweizermeistertitel
Foto: Frédéric Diserens

SPL: Aufholjagd kommt zu spät – Belle entscheidet um den Schweizermeistertitel

Im vierten von maximal fünf Playoff-Finalspielen musste sich GC Amicitia Zürich auswärts dem LC Brühl mit 24:22 geschlagen geben. Damit kommt es am kommenden Sonntag in der Zürcher Saalsporthalle zum alles entscheidenden fünften Spiel um den Schweizermeistertitel

Die Ausgangslage vor der Partie in St. Gallen war klar: Mit einem Sieg hätten sich die Zürcherinnen vorzeitig zum Schweizermeister krönen können. Entsprechend motiviert starteten die Limmatstädterinnen in die Begegnung. Bereits in der fünften Minute traf Mailee Winterberg mit zwei aufeinanderfolgenden Toren zur 1:3-Führung. Danach entwickelte sich jedoch ein nervöses Spiel auf beiden Seiten, geprägt von technischen Fehlern und vergebenen Chancen.

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Gastgeberinnen besser in die Partie, während den Zürcherinnen der Zugriff auf das Spiel mehr und mehr fehlte. In der 8. Minute erzielte Ursina Schnider den Ausgleich zum 3:3 für den LC Brühl. Besonders im Tor der St. Gallerinnen zeigte Denise Kaufmann in erst ihrem zweiten Saisonspiel eine starke Leistung und machte den Zürcher Angreiferinnen das Leben schwer.

Was im vergangenen Spiel noch hervorragend funktioniert hatte, wollte an diesem Abend nicht richtig gelingen. GC Amicitia Zürich kämpfte zwar weiter, fand offensiv aber nur selten zu einfachen Toren. So setzten sich die Gastgeberinnen kontinuierlich ab und gingen mit einer deutlichen 17:11-Führung in die Pause.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten erneut die Zürcherinnen. Joline Erni eröffnete das Skore zum 17:12. Auf der anderen Seite setzte die Zürcher Torhüterin Zoë Krüger mit einer grandiosen Parade sofort ein Zeichen. Sie war es auch, die ihrem Team neuen Mut verlieh und mit starken 53 Prozent gehaltenen Bällen später verdient zur besten Zürcher Spielerin gewählt wurde.

Angeführt von einer immer stärker werdenden Defensive im Zusammenspiel mit der stark haltenden Torfrau Zoë Krüger, kämpften sich die Zürcherinnen zurück ins Spiel. In der gesamten zweiten Halbzeit liess die Abwehr nur noch sieben Gegentore zu und brachte damit wieder Feuer und Emotionen aufs Feld.

Stand es in der 37. Minute noch minus acht Tore, starteten die Limmatstädterinnen eine beeindruckende Aufholjagd. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran und sorgten nochmals für Hochspannung in der Finalserie. In der 57. Minute erzielte Mailee Winterberg, welche mit 6 Toren beste Torschützin der Zürcherinnen war, das 24:22 – plötzlich schien wieder alles möglich.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen zum Schluss des Spiels einmal mehr die nervenaufreibende Finalserie geboten, die das Duell zwischen LC Brühl und GC Amicitia Zürich verspricht.
Doch beide Torhüterinnen hielten ihre Teams mit starken Aktionen im Spiel, und so sollte kein weiterer Treffer mehr fallen. Am Ende mussten sich die Zürcherinnen trotz grosser Moral und beeindruckendem Kampfgeist knapp mit 24:22 geschlagen geben.

Damit kommt es am Sonntag, 31. Mai, um 17.00 Uhr in der Saalsporthalle zur grossen Belle um den Schweizermeistertitel.

Die Zürcherinnen werden alles darangeben, den ersten Schweizermeistertitel seit über 20 Jahren möglich zu machen. Und dafür brauchen sie eure Unterstützung. Kommt alle in Blau-Weiss in die Halle. Nun heisst es: jetzt erst recht!

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Spieltelegramm
SPL1 – Playoff-Final Spiel 4, St. Gallen Kreuzbleiche
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 24:22 (17:11)

Kuratli (2 Paraden; 12%), Krüger (9 Parade; 53%); Aellen 4 (2) Tore, Bopp 2 T., D’Ambrosio, J. Erni 3 (1) T., K. Erni, Kündig 2 T., Schärer 3 T., Schlaepfer 1 T., Schmid 1 T., Wick, Winterberg 6 T.
Abwesend: Liv Rusert, Nina Steiner (beide verletzt)