Zum Auftakt der Playoff-Finalserie zwischen GC Amicitia Zürich und LC Brühl Handball bekamen die über 700 ZuschauerInnen in der Halle genau das geboten, was man von einem Finalspiel erwartet: Spannung, Emotionen und einen Kampf auf Augenhöhe bis zur letzten Sekunde.
Bereits vor dem Anpfiff gab es für die Fans eine erfreuliche Überraschung: die in der vergangenen Saison zurückgetretene Chantal Wick gibt ihr Comeback und unterstützt die Zürcherinnen in dieser Playoff-Finalserie erneut auf dem Spielfeld.
Der Start in die Partie gehörte den Zürcherinnen. In der zweiten Minute eröffnete Mailee Winterberg das Skore zum 1:0. Doch schnell wurde klar, dass sich keines der beiden Teams kampflos einen Vorteil verschaffen können würde. Die Partie entwickelte sich zu einem intensiven und physischen Schlagabtausch, in dem jede Aktion hart umkämpft war und sich zunächst kein Team mit mehr als einem Treffer absetzen konnte. Ein Schockmoment folgte in der 9. Minute: Zürichs Linkshänderin Lea Schärer musste verletzt vom Feld. An dieser Stelle wünschen wir ihr gute und schnelle Besserung.
In der 13. Minute brachte Leonie Arpagaus den LC Brühl nochmals mit 6:7 in Führung – es sollte jedoch das letzte Mal an diesem Abend sein, dass die St. Gallerinnen vorne lagen. Angeführt von einer starken Kerstin Kündig, welche am Ende des Spiels zur Best Playerin ausgezeichnet wurde, gelang es GC Amicitia in der 19. Minute erstmals, sich auf zwei Tore abzusetzen. Trotzdem blieb die Partie bis zur Pause umkämpft, mit einer knappen 15:14-Führung für die Zürcherinnen.
GC Amicitia, getragen von einer stimmungsvollen Kulisse, erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit und erhöhte bereits in der 33. Minute auf drei Tore Differenz. Doch der amtierende Meister aus St. Gallen fand nach einem Timeout wieder besser in die Partie und erzielte in der 41. Minute den Treffer zum erneuten Ausgleich beim Stand von 19:19.
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Playoff-Krimi. Immer wieder legten die Zürcherinnen vor, immer wieder fand Brühl eine Antwort. In der 56. Minute traf Zürich’s Leonie Aellen zum erneuten Drei-Tore -Vorsprung. Die Kreisläuferin überzeugte mit einer überragenden Leistung und wurde mit insgesamt 11 Treffern – darunter makellose 6 von 6 verwandelte Penalties – zur besten Torschützin der Partie.
Doch wer dachte, die Entscheidung sei gefallen, wurde eines Besseren belehrt. Mit einer stark aufspielenden Malin Altherr kämpfte sich der LC Brühl nochmals heran und verkürzte in der 58. Minute auf ein Tor. Sekunden vor Schluss bot sich den Gästen mit einem indirekten Freistoss sogar noch die Chance auf den Ausgleich. Der Versuch von Altherr strich jedoch über das Zürcher Tor.
Kurz darauf stand der erste Sieg der Zürcherinnen in dieser Playoff-Finalserie fest. Mit diesem hart erkämpften aber schlussendlich verdienten Heimsieg sichern sich die Limmatstädterinnen den ersten von drei notwendigen Erfolgen auf dem Weg zum Schweizermeistertitel.
Weiter geht die Finalserie am Mittwoch, 20. Mai, um 19.15 Uhr in der Kreuzbleiche in St. Gallen. Wir freuen uns auf zahlreiche Unterstützung! Hopp GC!
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Spieltelegramm
SPL1 – Playoff-Final Spiel 1, Saalsporthalle Zürich
GC Amicitia Zürich – LC Brühl 27:26 (15:14)
Kuratli (9 Paraden; 30%), Krüger (1 Parade; 17%); Aellen 11 (6) Tore, Bopp 3 T., D’Ambrosio, J. Erni 2 T., K. Erni, Kündig 2 T., Schärer 2 T., Schläpfer 1 T., Schmid 1 T., Wick, Winterberg 5 T.
Abwesend: Liv Rusert, Nina Steiner (beide verletzt)

