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Ereignisreicher Sommer für unsere Juniorinnen-Nationalspielerinnen

Ereignisreicher Sommer für unsere Juniorinnen-Nationalspielerinnen

Unsere Juniorinnen Amy Koch und Sajana Leupi vertraten die U18-Nationalmannschaft gleich an zwei grossen Turnieren in diesem Sommer. Mit dem Gewinn der Silbermedaille an der Jugendolympiade und dem starken fünften Rang an der Europameisterschaft lieferten sie mit der Nationalmannschaft Top-Ergebnisse. GC Amicitia Zürich gratuliert Amy und Sajana zu diesen tollen Leistungen. Wir sind stolz auf euch!

Amy berichtet von diesem spannenden Sommer:

Statt unsere Sommerferien am Strand zu verbringen, haben wir diese in den Hallen von Skopje, Podgorica und Dänemark verbracht. Mit der U18-Nationalmannschaft durften wir gleich an zwei grossen Turnieren teilnehmen – der Jugendolympiade (EYOF) und der Europameisterschaft.

EYOF – Unser Weg ins Finale: Wir gewinnen Silber!

Die Jugendolympiade fand in Skopje, Nordmazedonien, statt. Talente verschiedener Sportarten aus ganz Europa kamen dort zusammen. Viele Jugendliche durften die Schweiz vertreten – darunter auch Sajana und ich mit der Handballnationalmannschaft. Wir hatten uns mit dem letztjährigen Open-Europameistertitel qualifiziert und freuten uns alle riesig auf das Erlebnis.

Den ersten Match spielten wir gegen Norwegen und sind mit voller Energie ins Turnier gestartet. Unsere erste Halbzeit war überragend – das Zusammenspiel auf dem Feld hat super funktioniert, und von der Bank wie auch von unseren mitgereisten Fans aus der Schweiz kam jede Menge Unterstützung. Am Ende haben wir uns verdient die ersten zwei Punkte gesichert.

Mit einer ebenso lauten und motivierenden Kulisse im Rücken ging es weiter gegen Nordmazedonien. Auch da setzten wir uns durch und holten die nächsten zwei Punkte.

Dann stand das Spiel gegen Island an. Wir wussten, dass wir mit einem Sieg den Gruppensieg fixieren konnten. Mit einem deutlichen Ergebnis und viel Spielfreude haben wir das Punktemaximum erreicht – Gruppensieg!

Im Halbfinale wartete die Niederlande. Der Start war holprig, und sie verlangten uns mit ihrem starken Spiel einiges ab. Aber wir kämpften uns Tor für Tor zurück, getragen von der riesigen Stimmung in der Halle und einer starken Abwehr. Am Ende stand fest: Wir stehen im Finale! Und wie schon letztes Jahr bei den European Open war unser Gegner Deutschland.

Das Finale war ein harter Kampf. Beide Teams gaben alles. In der zweiten Halbzeit konnten wir knapp aufholen, doch in der Crunchtime zogen wir den Kürzeren und mussten uns am Ende geschlagen geben. Natürlich war die Enttäuschung anfangs gross, doch der Stolz über unsere Leistung und den Weg bis ins Finale überwog. Und den Kopf hängen zu lassen, war keine Option, denn es ging schon wenige Tage später weiter nach Podgorica, Montenegro, zur U17-EM.

U17-EM – Ein Turnier voller Emotionen: ein sehr guter 5. Rang

Das Turnier hatte kaum begonnen, da konnten wir bereits unseren ersten Sieg feiern. Die erste Halbzeit gegen die Niederlande war völlig ausgeglichen, doch in der zweiten Hälfte setzten wir uns Schritt für Schritt ab. Auch wenn sie am Ende nochmal auf vier Tore herankamen, brachten wir den Vorsprung über die Zeit – ein perfekter Auftakt!

Das zweite Spiel gegen die Färöer-Inseln gewannen wir ebenfalls. Es war super zu sehen, wie unser Zusammenspiel funktionierte.

Im letzten Gruppenspiel gegen Island wollten wir uns unbedingt den ersten Platz sichern – und genau das ist uns gelungen. Mit einer starken Teamleistung holten wir den Sieg, und ich wurde Ende des Spiels sogar als Best Player ausgezeichnet, was mich sehr freute. Damit war die Gruppenphase als Erstplatzierte abgeschlossen.

Im ersten Hauptrundenspiel war es lange ausgeglichen, doch nach der Pause konnten wir den Unterschied machen. Die Freude war riesig, denn damit hatten wir nicht nur das Viertelfinale erreicht, sondern uns auch für die WM 2026 qualifiziert!

Das zweite Hauptrundenspiel begann ausgezeichnet, mit einem 5:0-Lauf in den ersten Minuten. Mit dieser Energie holten wir den nächsten Sieg und setzten unsere Serie fort.

Dann folgte das Viertelfinale gegen Spanien – ein echtes Abendspiel und ein harter Kampf. Leider mussten wir uns knapp geschlagen geben. Die Enttäuschung war gross, da wir nun nicht mehr um die Medaillen spielen konnten. Doch wir wussten, dass wir um die Plätze 5–8 weiterspielen und auch dort das Optimum erreichen wollten.

Im nächsten Spiel setzten wir uns kurz vor der Pause mit vier Toren ab und verwalteten den Vorsprung bis zum Schluss clever. Damit stand fest: Am Sonntag geht es gegen Dänemark um Platz 5.

Das letzte Spiel war ein echtes Herzschlagfinale. Nach einem schwachen Start in der Deckung lagen wir mit fünf Toren zurück, aber in der zweiten Hälfte kämpften wir uns Tor um Tor zurück. Die Halle bebte, als wir kurz vor Schluss den Ausgleich zum 32:32 schafften. Es ging direkt ins Penaltyschiessen – dort hiess es, kühlen Kopf zu bewahren. Wir trafen, unsere Torhüterinnen hielten, und damit sicherten wir uns Platz 5 bei der EM!

13 Spiele in 20 Tagen – das war wirklich eine herausfordernde Zeit, intensive Turniere voller Emotionen mit vielen Höhen und Tiefen. Elf Spiele konnten wir für uns entscheiden, wir erreichten Platz 5 bei der EM und Platz 2 beim EYOF. Nur zweimal mussten wir uns geschlagen geben – beide Male knapp.

Nach der EM reisten wir direkt unserem GC-Team ins Trainingslager nach Dänemark nach. Dort ging es nahtlos weiter mit fünf Tagen, zwei Trainings pro Tag und Trainingsspielen.

Die Belastung der letzten Wochen war sehr hoch. Wir sind nun restlos erschöpft. Doch überwiegen klar die schönen, unvergesslichen Emotionen. Es hat riesig Spass gemacht. Für mich war es einmalig an den beiden wichtigsten Turnieren dieses Jahres teilgenommen zu haben und die Schweizer U18 Nati zu repräsentieren.

Die vergangenen Wochen waren sicher lehrreich, einmalig und unvergesslich. Wir haben uns mit so vielen Personen aus den unterschiedlichsten Ländern Europas ausgetauscht, gelacht, geweint, gekämpft – das bleibt unvergesslich und wird immer ein besonderer Moment in meinem Leben sein, an den ich mich gerne zurückerinnere.