Wir verabschiedeten uns am Abend der Street Parade für eine Woche ins Trainingslager nach Dänemark. Mit dem Car ging es von Zürich quer durch Deutschland bis nach Roslev, wo wir Unterkunft und Trainingsanlagen für eine Woche teilten. Die Bedingungen waren hervorragend: 3 ½ motivierte und ambitionierte Teams mit fast durchweg positiv gestimmten Trainern unter einem Dach.
Am Sonntagmorgen kamen wir in Roslev an. Alle waren froh, die beengten Sitzverhältnisse im Car zumindest für eine Woche hinter sich zu lassen – trotzdem war die Stimmung stets super und der Spassfaktor hoch. Nachdem die Zimmer verteilt und bezogen waren, folgten am Nachmittag bereits die ersten Trainingseinheiten.
Die Mahlzeiten wurden jeweils gemeinsam eingenommen, mit klaren Zuteilungen an der Essensausgabe, koordiniert durch unseren «Capo» Kent. Die Kost war durchgehend deftig, was einigen im Trainerteam bis Ende der Woche noch zum Verhängnis werden sollte... Die Abende verbrachten wir in den Teams mit Workshops oder Videostudium.
Montag und Dienstag standen je zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Das FU18 absolvierte dabei auch gemeinsame Einheiten mit dem SPL. Abends folgten Trainingsspiele gegen dänische Nachwuchsteams (FU17, FU19).
Montag:
Das FU16 gewann klar gegen Holstebro FU17. Die körperlich überlegenen Däninnen fanden weder gegen die agile Deckung noch gegen das variable Angriffsspiel Mittel – das Resultat war ein Sieg mit mehr als 10 Toren Unterschied. Auch das FU18 setzte sich gegen Holstebro FU19 deutlich durch. Ausschlaggebend waren das schnelle Umschalten und die Effizienz im Abschluss.
Dienstag und Mittwoch:
Gegen Skive standen ähnliche Voraussetzungen an. Trotz körperlicher Unterlegenheit überzeugten unsere Teams mit Deckung und Angriffsspiel und entschieden beide Spiele klar für sich. Positiv: Alle Spielerinnen erhielten Einsatzzeiten, zudem gab es Durchlässigkeit zwischen den Teams. Besonders schön: Das SPL unterstützte uns als Fans, Zeitnehmer und Videoteam.
Am Mittwoch stand das Trainingsspiel des SPL in Roslev an. Zum ersten Mal konnten wir die Spielerinnen in neuer Formation live erleben und uns für ihre Unterstützung revanchieren.
Donnerstag – Highlight Viborg:
Nach einer lockeren Trainingseinheit am Morgen reisten wir nach Viborg. In der Halle trainierte vor uns niemand Geringeres als Handball Metz – mehrfacher französischer Meister, Pokalsieger und Champions-League-Final-4-Teilnehmer 2024/25 mit zahlreichen Nationalspielerinnen. Eine beeindruckende Begegnung!
Danach galt es, selbst den Fokus aufs Spiel zu richten:
Das FU16 bekundete vor allem zu Beginn Mühe mit dem hohen Tempo. Technische Fehler wurden konsequent bestraft. Mit zunehmender Spielzeit gelang es, sich anzupassen und das Spiel ausgeglichener zu gestalten, der Sieg ging jedoch klar an Viborg.
Das FU18 startete konzentriert und hielt das Spiel über weite Strecken ausgeglichen. Viborg zog zwischenzeitlich davon, doch unser Team kämpfte sich wieder heran. Trotz Niederlage nach 3 × 25 Minuten überwog der Stolz, mit einem dänischen Topteam mithalten zu können.
Freitag – Teambuilding:
Unter dem Motto «Spass und Spiel im Team» fand das traditionelle gemischte Minihandballturnier statt. Alle Teams (SPL, FU18, FU16) wurden durchmischt. Die Spiele waren hart umkämpft, der Spass stand jedoch im Vordergrund. Ein gelungener Abschluss mit viel Lachen, Jubel und schönen Toren.
Rückreise:
Am Freitagnachmittag traten wir die Heimfahrt an – mit Vorfreude auf die Schweiz, aber auch gemischten Gefühlen wegen der langen Busfahrt. Beim Zwischenstopp im «Scandi-Land» deckten wir uns noch reichlich ein, bevor es endgültig Richtung Zürich ging.
Am Samstagmorgen um 8 Uhr erreichten wir müde, aber glücklich die Saalsporthalle. Eine intensive Woche voller neuer Eindrücke und Erlebnisse lag hinter uns – die Saison kann kommen, wir freuen uns!






