Das heutige Spiel offenbarte vor allem eines: Das Team stand sich selbst im Weg. Alles, was es sonst auszeichnet – Struktur, Selbstvertrauen, Spielfreude – war weitgehend abwesend. Hinten war es löchrig – immer wieder Lücken, die der Gegner konsequent nutzte. Trotz eines guten Rückhalts im Tor schaffte es das Team nicht, auf Betriebstemperatur zu kommen. Die Verteidigungskette brach zu häufig, Wechsel und Deckungsumstellungen griffen nicht oder nicht konsequent genug.
Ideenloser Angriff
Vorne fehlten die Ideen. Das Spiel wirkte fahrig, ohne Tempo und ohne Variabilität. Es gab kaum konstruktive Kombinationen, Angriffe wurden oft überhastet abgeschlossen oder vorher durch technische Fehler zerstört. Die Ballverluste waren eindeutig zu viele – mit 16 technischen Fehlern kann man kein Spiel gewinnen. Fehlende Klarheit in der Ballzirkulation, mangelnde Bewegung ohne Ball und zu wenig Durchsetzungsvermögen gegen eine solide Basler Defensive nahmen den Hoppers übers ganze Spiel hinweg die Chance, diese Partie zu drehen.
Auch war die Spielfreude kaum spürbar. Stattdessen wirkte vieles kraftlos, die Aggressivität im Zweikampf war zu schwach. Tempo und Überzeugung fehlte sowohl bei den schnellen Gegenstössen als auch beim Umschalten. Situationen, in denen man hätte Druck machen können, wurden nicht konsequent genutzt.
Dieser Auftritt war enttäuschend. Wenn man derart fahrig spielt, Unsicherheit und Ungeduld zeigt, wird es schwierig, Punkte einzufahren. Heute fehlte zu viel: Stabilität in der Abwehr, Kreativität vorne und das Feuer, das Spiele entscheiden kann. Es war schlicht und einfach nicht der Tag der Hoppers. Jetz gilt es aufzustehen, den Mund abzuwaschen und am kommenden Samstag ein anderes Gesicht zu zeigen.
Otmar zu Gast in der Saalsporthalle
Bereits in drei Tagen bietet sich gegen den TSV St. Otmar St. Gallen die Chance zur Wiedergutmachung. Wenn Einsatz, Disziplin und Konzentration wieder stimmen, dann lässt sich dieser verpatzte Auftritt gegen die Basler schnell vergessen. Es wird darauf ankommen, Fehler abzustellen und vor allem mit Leidenschaft und Tempo aufzutreten.

