Yellow erwischte den besseren Start ins Spiel und setzte sich schnell mit 3:0 ab. Erst in der 4. Minute gelang GC Amicitia der erste Treffer durch Leonie Aellen, die die 3-Tore-Serie von Yellow souverän per Siebenmeter beendete. Kurz darauf verkürzte Lea Schärer auf 2:3, ehe erneut Leonie Aellen den Ausgleich zum 3:3 erzielte. Danach verlor GCA jedoch wieder den Anschluss. Yellow nutzte seine Chancen konsequent und baute den Vorsprung auf 8:5 aus. Headcoach Kent Ballegaard reagierte mit seinem ersten Timeout. Auch danach fand GCA nur schwer ins Spiel. In den darauffolgenden fünf Minuten gelang GCA durch Leonie Aellen lediglich ein weiterer Treffer, während Yellow den Vorsprung auf 10:6 erhöhen konnte. Ballegaard nahm daraufhin sein zweites Timeout. Dies schien für kurze Zeit Wirkung zu zeigen: Mailee Winterberg und Kerstin Kündig verkürzten auf 8:11. Eine Zweiminutenstrafe gegen Maxime Drent von Yellow spielte GCA zusätzlich in die Karten, und erneut war es Mailee Winterberg, die auf 9:11 verkürzte. Bis zur Pause gelang es GCA jedoch nicht mehr, Yellow ernsthaft unter Druck zu setzen, sodass sie mit einem Rückstand von 12:16 in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel startete Yellow erneut stark und erhöhte innerhalb kurzer Zeit auf 18:12. Den Winterthurerinnen gelang es in der Folge den Vorsprung bis zur 53. Minute konstant zwischen vier und sechs Toren zu halten. Acht Minuten vor Schluss stand es 28:22 für die Gastgeberinnen. In den nächsten vier Minuten legte GC Amicitia ein beeindruckender 5:0-Lauf hin, der das Team auf 27:28 heranbrachte. Sechs Sekunden vor Schluss erhielt Yellows Mina Vasic eine 2+2-Minuten-Strafe. Mit nur noch zwei Sekunden auf der Uhr verwandelte Kim Erni den Siebenmeter und sicherte GC Amicitia den lang ersehnten Ausgleich zum 29:29.
Headcoach Kent Ballegaard zum Spiel: "Wir haben ohne Frage unser bislang schwächstes Saisonspiel gezeigt und hatten an beiden Enden des Spielfelds Probleme. Aber die Frauen haben sich zusammengerauft und sich richtig ins Zeug gelegt. Sie haben eine hervorragende Mentalität gezeigt, und als Team haben wir uns einen Punkt erkämpft. Nur die wenigsten können einen Sechs-Tore-Rückstand mit nur noch acht Minuten auf der Uhr noch drehen, und ich bin unglaublich stolz darauf, dass uns das gelungen ist. An so einem Tag lernen wir sehr viel, das wir mitnehmen können."
Mit diesem Unentschieden beendet GC Amicitia Zürich die Hauptrunde punktgleich mit Yellow Winterthur, sichert sich aber dank der besseren Tordifferenz den ersten Tabellenplatz.
Diesen Samstag, 31. Januar 2026, findet bereits das nächste Highlight statt. GC Amicitia Zürich trifft im Cup-Halbfinal auf die Spono Eagles. Anwurf ist um 20:00 Uhr im BBZ Willisau.
Spieltelegramm:
GC Amicitia Zürich – Yellow Winterthur 29:29 (12:16)
Mittwoch, 28. Januar 2026 I 20:00 I Winterthur AXA Arena
Krüger (5 Paraden), Kuratli (6 P.), Aellen (5 Tore), Erni K. (4), Winterberg (6), Kündig (4), Schmid (3), D'Ambrosio, Erni J. (3), Schärer (4), Schläpfer
verletzt: Nina Steiner, Liv Rusert

