Freitag – Stau, Schnipo und falsche Nachtruhe-Hoffnungen
Die Anreise begann standesgemäss mit Stau – schliesslich sollte das Wochenende früh lehren, was Geduld bedeutet. Nach der Ankunft wartete ein super Znacht auf uns. Nach dem ausgiebigen und etwas schweren Essen wurden die Zimmer bezogen. Doch es blieb keine Zeit, sich auszuruhen, denn das erste Training stand bereits bevor. Dieses bestand aus gemütlichem Einlaufen und einem intensiven Schusstraining, damit auch die letzten vom Autofahren eingeschlafenen Beine wieder erwachten. Als Belohnung gab es nach dem Training ein Dessert, was die Motivation schlagartig erhöhte. Die offizielle Nachtruhe um 24:00 Uhr wurde allerdings nur teilweise eingehalten.
Samstag – früh wach, spät müde
07:15 Uhr Tagwache. Zwar sind physisch alle pünktlich zum Zmorgen erschienen, jedoch waren noch nicht alle Köpfe wach. Es wurde leise gesprochen, ausgiebig gegähnt und die Wirkung des Kaffees abgewartet. Trotz des frühen Tagesbeginns war die Stimmung gut. Ab 08:15 Uhr wurden taktische und strategische Probleme abseits der Halle besprochen: Was machen wir, wenn wir zurückliegen und nur noch wenige Minuten zu spielen sind? Die Diskussionen waren engagiert und die Lösungen kreativ. Um 10:00 Uhr folgte das Highlight des Tages: Besuch von Götti Igor aus der QHL. Plötzlich waren alle hellwach, aufmerksam und trainierten hochmotiviert mit. Das Entscheidungsspiel am Kreis wurde repetiert, und Igor verteilte wertvolle Tipps, Feedback und Motivation, um nochmals ordentlich Gas zu geben. Im Nachmittagstraining wurde nach MAPS aufgewärmt, bevor Passen, Goaliearbeit sowie Positionsspiel für die schnelle Mitte und Gegenstösse inklusive Rückzug folgten. Schwerpunkt: Spielzüge. Zum Schluss – natürlich – ein Spiel. Die Beine waren zwar schon schwer, der Wille blieb jedoch stark. Nach dem Abendessen dachten einige kurz, der Tag sei vorbei. Denkste. Es folgte die dritte Trainingseinheit: ein Stafettenlauf, der selbst versteckte Energiereserven gnadenlos aufdeckte. Das anschliessende Spiel verstärkte bei den meisten lediglich den Wunsch nach Erholung. Am Abend wurde im Gemeinschaftsraum entspannt Karten gespielt und interessante Gespräche geführt – inklusive grundlegender Diskussionen über die UNO-Spielregeln, die angeblich «schon immer so waren».
Sonntag – der Körper funktioniert noch (irgendwie)
Auch am Sonntag ging es früh los, diesmal zusätzlich mit der Challenge, die Zimmer vor dem Training abzugeben. Ordnung schaffen, packen, wach werden – Multitasking deluxe. Im Training standen Koordinationsübungen, das Repetieren eines Spielzuges und anschliessend ein Spiel über das ganze Feld an. Trotz Müdigkeit wurde nochmals konzentriert und sauber gearbeitet. Danach folgte die verdiente Erholung im Hallenbad – Entspannung pur zur Freude der müden Muskeln. Im letzten Training vor der Heimreise wurde nochmals sorgfältig aufgewärmt, gespielt und ausgedehnt. Zum Abschluss wurde sogar eine kurze Meditation abgehalten. Absolute Stille – ein seltener und geschätzter Moment.
Fazit
Das Trainingsweekend war ein voller Erfolg: Viel trainiert, viel geschwitzt, wenig geschlafen – aber genau richtig. Ein grosses Dankeschön an die Jungs für Einsatz, Disziplin und Humor sowie an die Eltern für das Vertrauen. Jetzt wissen alle: Drei Trainingseinheiten pro Tag sind machbar.
Bericht und Foto: Felix Burrichter

