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QHL: GC Amicitia Zürich blickt auf erfolgreiche Aufbausaison 2025/26 zurück
Felix Burrichter / @fbu_photography

QHL: GC Amicitia Zürich blickt auf erfolgreiche Aufbausaison 2025/26 zurück

Ein junges Team, ein mutiger Neustart – und eine Saison, die alle Erwartungen übertraf: GC Amicitia Zürich hat 2025/26 eindrücklich gezeigt, welches Potenzial im eigenen Nachwuchs steckt, sich sportlich kontinuierlich entwickelt und sich verdient für die Playoffs qualifiziert. Franco di Matteo

GC Amicitia Zürich hat in der QHL-Saison 2025/26 ein starkes Zeichen gesetzt. Nach dem Neustart im Sommer 2025 setzte der Verein bewusst auf eine klare strategische Neuausrichtung: jung, dynamisch und mit grossem Vertrauen in den eigenen Nachwuchs. Mit einem Durchschnittsalter von rund 22 Jahren und gleich zehn Spielern aus den eigenen Reihen gehörte GC Amicitia Zürich zu den jüngsten Teams der Liga.

Diese Ausrichtung war mit Risiken verbunden, wurde von vielen Experten entsprechend kritisch beurteilt und führte dazu, dass GC Amicitia Zürich vor Saisonbeginn häufig als Abstiegskandidat genannt wurde. Intern war die Zielsetzung jedoch klar definiert: Nebst dem Ligaerhalt standen Entwicklung, Stabilisierung und der Aufbau einer Mannschaft mit Perspektive im Vordergrund – unabhängig von kurzfristigen Resultaten.

Traumstart als Initialzündung

Bereits zum Auftakt der Saison gelang GC Amicitia Zürich ein Ausrufezeichen. Der deutliche 36:27-Auswärtssieg beim HSC Suhr Aarau kam überraschend und zeigte früh, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Besonders beeindruckend war dabei die Konsequenz im Angriff sowie die Geschlossenheit im Team.

Dieser Erfolg wirkte wie eine Initialzündung für die gesamte Saison. Er gab dem jungen Team das nötige Selbstvertrauen und bestätigte den eingeschlagenen Weg. Im weiteren Verlauf entwickelte sich Suhr Aarau sogar zu einem Schlüsselgegner: GC Amicitia Zürich konnte alle drei Direktduelle für sich entscheiden – darunter auch das wichtige letzte Auswärtsspiel, das im Kampf um die Playoff-Plätze eine zentrale Rolle spielte.

Konkurrenzfähig gegen die Spitze

Im Verlauf der Saison zeigte GC Amicitia Zürich immer wieder, dass man auch mit den besten Teams der Liga mithalten kann. Besonders das Unentschieden gegen den Vizemeister BSV Bern unterstrich die gewachsene Qualität der Mannschaft.

Hinzu kamen mehrere knappe Niederlagen gegen Topteams wie die Kadetten Schaffhausen, bei denen GC Amicitia Zürich über weite Strecken auf Augenhöhe agieren konnte. Diese Spiele waren wichtige Gradmesser und zeigten, dass die Mannschaft nicht nur gegen direkte Konkurrenten bestehen kann, sondern sich auch gegen die Spitzenteams nicht zu verstecken braucht.

Gleichzeitig spiegelten sie aber auch die Realität eines jungen Teams wider: In entscheidenden Phasen fehlte teilweise noch die Routine, um enge Spiele konsequent für sich zu entscheiden.

Krönung mit der Playoff-Qualifikation

Der Höhepunkt der Hauptrunde folgte im letzten Heimspiel gegen Handball Stäfa. In einer intensiven und umkämpften Partie bewies GC Amicitia Zürich Nervenstärke und sicherte sich mit einem knappen Sieg die Teilnahme an den Playoffs.

Dieser Erfolg war das Resultat einer kontinuierlichen Entwicklung über die gesamte Saison hinweg. Die Mannschaft hatte gelernt, mit Drucksituationen umzugehen, und zeigte genau im entscheidenden Moment ihre beste Leistung.

Im anschliessenden Playoff-Viertelfinal gegen die Kadetten Schaffhausen musste sich GC Amicitia Zürich zwar in der Serie geschlagen geben, konnte jedoch insbesondere in zwei Spielen über weite Strecken überzeugen. Die gesammelten Erfahrungen auf diesem Niveau sind für die weitere Entwicklung des Teams von grossem Wert.

Schlüsselspieler und Teamentwicklung

Ein zentraler Faktor für den positiven Saisonverlauf war die Entwicklung einzelner Spieler sowie des Kollektivs.

Nico Petrig etablierte sich als verlässlicher Torschütze und war insbesondere in wichtigen Spielen ein entscheidender Faktor im Angriff. Seine Konstanz und Abschlussstärke gaben dem Team immer wieder Sicherheit. Und dies mit erst 17 Jahren.

Alex Besek übernahm im Rückraum zunehmend Verantwortung und entwickelte sich im Saisonverlauf zu einer tragenden Figur im Offensivspiel. Seine Spielübersicht und Dynamik prägten das Angriffsspiel massgeblich.

In der Defensive zeigte sich eine ebenso erfreuliche Entwicklung: Finley Röttges und Milo Rüegg fanden mit zunehmender Spieldauer immer besser zusammen und bildeten gemeinsam mit Routinier Igor Cagalj ein stabiles Abwehrzentrum. Diese defensive Geschlossenheit war eine wichtige Grundlage für viele enge Spiele und Punktgewinne.

Weichenstellung für die Zukunft

Parallel zur sportlichen Entwicklung wurden frühzeitig die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Seit Februar 2026 ist Andrija Pendic als Sportchef an Bord und bringt seine Erfahrung in die strategische Ausrichtung des Vereins ein.

Die Marschrichtung bleibt klar: Der eingeschlagene Weg mit jungen, entwicklungsfähigen Spielern soll konsequent weiterverfolgt werden. Dies zeigt sich sowohl in gezielten Neuverpflichtungen junger Schweizer Spieler wie Sven Näf (Tor), Kimi Hintermann und Nils Flückiger (Kreis) als auch in wichtigen Vertragsverlängerungen mit Leistungsträgern wie Nico Petrig und Alex Besek.

Ziel ist es, die Mannschaft Schritt für Schritt weiterzuentwickeln und langfristig als feste Grösse in der QHL zu etablieren.

Abschiede und Kontinuität

Neben den positiven Entwicklungen gehören auch Veränderungen zum Saisonende. Mit David Poloz, Igor Cagalj, Arne Fuchs und Noah Grau verlassen mehrere Spieler das Team und hinterlassen sowohl sportlich als auch menschlich ihre Spuren.

Besonders hervorzuheben ist der Abschied von Flurin Platz, der den gesamten Weg durch die Nachwuchsstufen des Vereins gegangen ist und sich bis ins QHL-Team hochgearbeitet hat. Schon seit ein paar Jahren fester Bestandteil des QHL Teams, übernahm er diese Saison die Rolle des Spielmachers und führte das Team mit seiner Erfahrung durch die Saison. Sein Werdegang steht sinnbildlich für die Philosophie von GC Amicitia Zürich.

Diese Abgänge eröffnen gleichzeitig neuen Spielern die Chance, Verantwortung zu übernehmen und den eingeschlagenen Weg weiterzuführen.

Fazit

Die Saison 2025/26 markiert für GC Amicitia Zürich weit mehr als nur eine erfolgreiche Spielzeit. Sie steht für einen gelungenen Neustart – finanziell und sportlich, eine klare strategische Ausrichtung und eine beeindruckende Entwicklung einer jungen Mannschaft.

Die Playoff-Qualifikation trotz skeptischer Prognosen, die starke Entwicklung über die Saison hinweg und die zahlreichen positiven Ansätze zeigen deutlich: GC Amicitia ist auf dem richtigen Weg.

Mit Kontinuität, Geduld und gezielter Förderung der jungen Spieler hat der Verein die Basis gelegt, um sich in den kommenden Jahren nachhaltig in der QHL zu etablieren.