Fehlstart und frühes Timeout
Dabei erwischte der LK Zug vor Heimpublikum klar den besseren Start. Bereits nach nicht einmal vier Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 4:1 in Führung, worauf GC-Amicitia-Coach Kent Ballegaard früh sein erstes Timeout nahm, um sein Team wachzurütteln. Die Zürcherinnen bekundeten in der Anfangsphase Mühe im Abschluss und scheiterten immer wieder an den stark aufspielenden Zuger Torhüterinnen.
Zürcherinnen kämpfen sich zurück
Nach 13 Minuten gelang GC Amicitia der erstmalige Ausgleich durch Kim Erni zum 6:6. In der Folge entwickelte sich ein intensives und ausgeglichenes Halbfinalduell. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Zürcherinnen einen knappen Vorsprung und gingen mit einem Tor Differenz beim Stand von 15:16 in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel nahm der Krimi endgültig seinen Lauf. Beide Mannschaften kämpften verbissen um jeden Ball und lieferten sich ein hochspannendes Duell auf Augenhöhe, wobei sich kein Team entscheidend absetzen konnte.
Nervenkitzel in der Schlussphase der regulären Spielzeit
Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde es dramatisch: 25 Sekunden vor Schluss erzielte die später zur besten Zürcher-Spielerin ausgezeichnete Lea Schärer (total 9 Tore) den umjubelten Ausgleich zum 33:33. Zug erhielt die Chance, die Partie für sich zu entscheiden, konnte diese jedoch durch einen technischen Fehler nicht nutzen. Auf der Gegenseite blieben GC Amicitia noch neun Sekunden für den möglichen Siegtreffer, doch auch sie verzettelten den Ball. Der anschliessende Wurf der Zugerinnen auf das verlassene Zürcher Tor landete zwar im Netz – allerdings erst nach Ablauf der Spielzeit.
Souveräner Auftritt in der Overtime
So kam es zur Verlängerung. Und in dieser zeigten die Zürcherinnen ihre ganze Klasse. Während sie in den zusätzlichen zehn Minuten offensiv konsequent und abgeklärt agierte, liess die Defensive nur noch wenig zu. Besonders Hannah Bopp übernahm in der entscheidenden Phase Verantwortung und war mit drei erfolgreichen Abschlüssen in der Overtime massgeblich am Umschwung beteiligt. Schliesslicht entschied GC Amicitia die Verlängerung mit 3:7 klar für sich und siegte mit dem Endresultat 36:40. Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war entsprechend riesig – genauso wie der Jubel über den hart erkämpften Einzug in den Final um den Schweizer Meistertitel.
Coach Kent Ballegaard zum dramatischen Finaleinzug:
Was für ein Halbfinale! Beide Teams haben unglaublich viel investiert, und Zug hat uns heute mit einer starken Leistung alles abverlangt – dafür gebührt ihnen grosser Respekt. Umso stolzer bin ich auf meine Mannschaft, dass wir in den entscheidenden Momenten die Ruhe bewahrt und unsere Qualität gezeigt haben. Wir haben uns diesen Finaleinzug gemeinsam hart erarbeitet und absolut verdient. Dass wir nun im Finale stehen, ist etwas ganz Besonderes – für das Team, den gesamten Verein und alle, die uns unterstützen.
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Spieltelegramm
SPL1 – Playoff-Halbfinal Spiel 2, Zuger Sporthalle
LK Zug – GC Amicitia Zürich 36:40 n.V. (15:16 / 33:33)
Kuratli (4 Paraden; 15%), Krüger (4 Paraden; 27%); Aellen 8 Tore, Bopp 8 T., D’Ambrosio 2 T., J. Erni 3, K. Erni 5 (2) T., Kündig 1, Schärer 9 (1) T., Schläpfer 1 T., Winterberg 3 T.
Abwesend: Liv Rusert, Helen Schmid, Mailee Winterberg, Nina Steiner (alle verletzt)


