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SPL: GC Amicitia Zürich verliert Krimi nach Verlängerung in St. Gallen
Foto: Frédéric Diserens

SPL: GC Amicitia Zürich verliert Krimi nach Verlängerung in St. Gallen

Im zweiten Playoff-Spiel um den Schweizermeistertitel unterliegt GC Amicitia Zürich dem LC Brühl nach Verlängerung knapp mit 26:27. Damit gleichen die St. Gallerinnen in der Best-of-Five-Serie zum 1:1 aus.

Im zweiten Duell der Playoff-Finalserie zwischen GC Amicitia Zürich und dem LC Brühl bekamen die rund 1200 ZuschauerInnen in der Kreuzbleiche genau das geboten, was man von einem Finalspiel dieser beiden Teams erwarten durfte: Spannung, Emotionen und einen Kampf auf Augenhöhe bis zur letzten Sekunde.

Von Beginn weg entwickelte sich eine intensive Abwehrschlacht, in der jeder Zentimeter hart umkämpft war und beide Teams nur schwer zu Toren kamen. Immer wieder konnten sich die Torhüterinnen auszeichnen. Auf Seiten der St. Gallerinnen zeigte Norah Kotten eine starke erste Halbzeit, bei GC Amicitia hielt Seraina Kuratli mit wichtigen Paraden dagegen. So blieb die Partie über weite Strecken der ersten Halbzeit ausgeglichen. Mit einem knappen 10:11-Rückstand aus Zürcher Sicht ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Charakter des Spiels. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte mehrfach und jede gelungene Aktion musste hart erarbeitet werden. Auf Seiten der Zürcherinnen gab Ex-Nationalspielerin Chantal Wick ihr Comeback auf dem Feld und verstärkte die von Kim und Joline Erni angeführte Defensive zusätzlich.

In der Schlussphase entwickelte sich die Partie endgültig zu einem echten Playoff-Krimi. Die wieder genesene Lea Schärer erzielte in der 59. Minute den Treffer zum 22:22. In der Folge gelang weder den St. Gallerinnen noch den Zürcherinnen ein weiterer Treffer, und so ging die Partie in die Verlängerung.

Dort schien das Momentum zunächst auf die Seite der Gastgeberinnen zu kippen. Brühl legte vor und führte in der 67. Minute mit zwei Treffern. Doch GC Amicitia blieb auch in dieser heiklen Phase im Spiel – nicht zuletzt, weil ein Abschluss der St. Gallerinnen ins verwaiste Zürcher Tor nur an der Torumrandung landete. Statt der möglichen Vorentscheidung nutzte Kerstin Kündig die neue Chance und brachte die Zürcherinnen 23 Sekunden vor Schluss mit einem sehenswerten Treffer nochmals auf 26:27 heran.

GC Amicitia öffnete daraufhin die Deckung und setzte die Brühlerinnen nochmals unter Druck. Durch einen provozierten technischen Fehler kamen die Hoppers neun Sekunden vor Schluss erneut in Ballbesitz und zu einem Gegenstoss. Doch Sladana Dokovic im Tor der St. Gallerinnen lenkte den letzten Wurf an die Latte ab und sicherte ihrem Team damit den Sieg und den Ausgleich in der Playoff-Finalserie.

Trotz der bitteren Niederlage in einer dramatischen zweiten Partie zeigte unsere SPL1 erneut eine starke kämpferische Leistung. Nach zwei Spielen ist nun alles wieder offen. Bereits in drei Tagen geht es weiter und bietet sich damit die nächste Gelegenheit, in der Serie wieder vorzulegen.

Anpfiff zum dritten Playoff-Finalspiel ist am Samstag um 19.00 Uhr in der Saalsporthalle Zürich. Kommt in die Halle, sorgt für Stimmung und unterstützt unser Team beim Kampf um die Krone des Schweizer Frauenhandballs. Hopp GC Ami!

Spieltelegramm
SPL1 – Playoff-Final Spiel 2, Kreuzbleiche St. Gallen
LC Brühl – GC Amicitia Zürich 27:26 n.V. (11:10, 22:22)

GC Amicitia Zürich: Kuratli (15 Paraden, 38%), Krüger; Aellen (7/3), Bopp, D’Ambrosio (1), Erni J., Erni K. (1), Kündig (3), Schärer (6), Schläpfer, Schmid (3), Winterberg (5), Wick.