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05.11.2018

NLA/Herren: Enttäuschung statt Punkte

GC Amicitia Zürich verliert gegen den Ligakrösus Kadetten Schaffhausen mir 29:24. Die Zürcher warten trotz guten Leistungen auch nach dem siebten Spiel auf den ersten Saisonsieg. 

Es hat nicht viel gefehlt, selbst gegen den Leader Kadetten Schaffhausen halten die jungen Zürcher eine Halbzeit lang gut mit. In der Startphase überzeugten auf beiden Seiten vor allem die Offensivreihen, nach zehn Minuten steht es bereits 6:5 für die Schaffhauser. GC setzt in der Startphase auf Tempo und Spielwitz und das sehr erfolgreich. Immer wieder gelingt es die Schaffhauser in ihrer Rückwärtsbewegung zu düpieren und einfache Tore zu erzielen.

Bis zur Pause entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel, mit vielen guten Offensivszenen auf beiden Seiten. Kadetten erzielte ihre Tore mehrheitlich durch die individuelle Klasse ihrer Akteure, GC hingegen glänzt durch schöne Kombinationen. Davon profitierte auch Kreisläufer Mathias Kasapidis immer wieder. Der beste Zürcher in der ersten Halbzeit erzielte insgesamt sechs Tore aus ebenso vielen Versuchen. Er bilanzierte nach dem Spiel auch, es sei eine der besten Halbzeiten in dieser Saison gewesen, leider habe man zu viele technische Fehler gemacht. «Darum lagen wir in der Pause mit 14:12 zurück.» Die vielen technischen Fehler dürften aber auch dem hohen Tempo und dem erhöhten Risiko in der ersten und zweiten Gegenstossphase geschuldet sein. 

Den Start in die zweite Halbzeit verschliefen die Zürcher dann schlechthin. «Anfangs zweite Halbzeit haben wir vorne weniger Druck aufs Tor machen können und die Deckung war zu wenig kompakt», sagte Kasapidis nach dem Spiel. Ganz anders die Kadetten, sie setzten in der zweiten Halbzeit auf eine offensivere Deckungsvariante, mit der GC Amicitia Zürich anfänglich nicht zu recht kam. Es war dann vor allem Fabian Pospisil, der die Zürcher trotz des schlechten Starts im Spiel hielt. Er übernahm im Angriff Verantwortung und erzielte sechse Tore aus sieben Versuchen. Doch da lagen die Zürcher bereits vier Tore zurück. Immer wieder reüssierten die Schaffhauser aus einer zwei gegen zwei Situation in der Mitte. Die Achse Mittelmann – Kreisläufer kriegten die Zürcher nicht in den Griff.

GC Amicitia konnte nicht mehr richtig reagieren. Es fehlte das Tempo, welches in der ersten Halbzeit noch zur grossen Stärke von GC Amicitia gehörte. Es fehlte an Präzision. Es fehlte auch etwas an Glück. Es war insgesamt zu wenig, um ein solches Spiel zu gewinnen. Und: Die Kadetten spielten mit ihrer ganzen Routine.

Statt Punkte gab es für die Zürcher nur Enttäuschung. Das Team von Norman Kietzmann hat sich mehr erhofft nach der Nationalmannschaftspause und zwei guten Testspielen. Man habe gut gearbeitet, die Zeit gut genutzt, heisst es aus Mannschaftskreisen.

Nun geht es nächste Woche gegen den HSC Suhr Aarau. Die Aarauer sind bekannt für ihr physisches Spiel, etwas das den Zürchern zwar nicht liegt, trotzdem soll gegen den Tabellensechsten der erste Saisonsieg gefeiert werden. 


Männer Nationalliga A - Hauptrunde
Kadetten Schaffhausen - GC Amicitia Zürich 29:24 (14:12)
Samstag, 03.11.2018, Schaffhausen BBC Arena

Zuschauer: 723 – Schiedsrichter: Anthamatten/Wapp

GC Amicitia Zürich: Ineichen, Pelzl; Frietsch, Pospisil (6), Kasapidis (6), Leitner (1), Alili (3), Heyme, Muggli, Dannmeyer (2), Brücker (2), Knecht, Koller (2), Wolfer, Sartisson (2)

Kadetten Schaffhausen: Pilipovic, Stevanovic; Zehnder (1), Wanner, Küttel (1), Csaszar (7/3), Schopper, Haas, Beljanski (3), Gerbl (1), Sesum (1), Huber, Maros (6), Schelker, Frimmel (4), Herburger (5)

Strafen:
4-mal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich; 3-mal 2 Minuten gegen Kadetten Schaffhausen

Bemerkungen: GC Amicitia ohne Schild, Laszlo, Bakos, Klampt (verletzt)