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20.12.2019

NLA/Herren: Vierzig Minuten lebte der Traum der Überraschung

Zum Cup-Halbfinale empfing GC Amicitia Zürich den ambitionierten HSC Suhr Aarau. Bei den Aargauern traten wie erwartet alle Verletzten an. Es ist klar, dass sich kein Spieler ein derartiges Highlight entgehen lassen will. Ferras (Angriff) und Aufdenblatten (Verteidigung) standen dann auch in der Startaufstellung. 
Die Gastgeber waren aber gut eingestellt und starteten überzeugend. Die ersten sechs Minuten lagen sie sogar leicht im Vorsprung. Die Zürcher spielten diszipliniert, verteidigten gut – und Marinovic zeigte sich im Tor von seiner besten Seite.
Dasselbe galt aber auch für die Aargauer. Ihre Deckung ist in der ganzen Liga gefürchtet. Und sie blieben ihrem Ruf den Beweis nicht schuldig. Marjanac im Tor erwies sich in Topform. Nach der Startphase übernahmen die Suhrer etwas das Diktat, bis zur Pause blieb die Partie aber ausgeglichen und man ging mit je zehn Treffern in die Kabine.
Frietsch verletzte sich an der Hand und konnte nach dem Wiederanpfiff nicht mehr mittun. Dadurch agierte GC Amicitia mehrheitlich ohne LH im Rückraum. Das machte die Aufgabe, das Suhrer Bollwerk zu knacken, leider nicht einfacher. Bis zur 45. Minute gelangen dann auch nur vier Treffer. Der Rückraum hatte zu wenig Durchschlagskraft, ausserdem wurden viele Würfe vom nun zu Hochform auflaufenden Marjanac im Aarauer Tor entschärft.
Die Konter der Aargauer waren genauso effektvoll wie ihr Spiel über den Hünen Slaninka. Da halfen auch die zwei gehaltenen Siebenmeter von Marinovic nichts mehr. Suhr verwaltete den erarbeiteten Vorsprung souverän und zieht verdient in den Cupfinal.  

Beiden Teams bleibt wenig Zeit zum Erholen, denn bereits am Samstag geht es weiter. GC Amicitia Zürich fährt in die Mobiliar Arena in Gümligen zum BSV Bern. Die werden nach den zwei unerwarteten Niederlagen gegen die Grasshoppers ganz bestimmt bis in die Haarspitzen motiviert sein. Ein Einsatz von Frietsch ist sehr fraglich. Dafür gab Simon Schild nach längerer Verletzung mit ein paar überaus vielversprechenden Kurzeinsätzen sein Comeback.  

Die Mannschaft wird noch einmal alles die Waagschale werfen, bevor sie dann in die verdiente Weihnachtspause gehen.