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22.04.2021

Quickline Handball League: Teuer erkaufter 27:23-Sieg zum Abschluss der Quali


Bild: Valentin Bamert

GC Amicitia Zürich gewinnt die letzte Partie der Hauptrunde gegen den RTV 1879 Basel verdient mit 27:23 (13:10). Den Sieg müssen sich die Hoppers allerdings teuer erkaufen: In der ersten Halbzeit fällt Leistungsträger Simon Schild mit Knieverletzung aus. Ob eine Teilnahme an den Playouts möglich ist, entscheidet sich nach Untersuchungen am Freitag. Kurz vor Schluss fliegen Albin Alili wegen eines Fouls an Igor Stamenov, und Trainer Petr Hrachovec wegen Reklamierens beide mit blauer Karte vom Platz. Damit droht den beiden eine Sperre während der Playouts. Derweil wird Jungtalent Jann Bamert mit 6/6 Treffern zum Matchwinner für die Hoppers.

GC Amicitia Zürich sichert sich in der letzten Partie der Hauptrunde einen verdienten 27:23-Sieg gegen den Tabellen-Achten RTV Basel. Ein Sieg zwar, der nichts mehr an der Tatsache ändern kann, dass die Hoppers ab dem 7. Mai die Playouts gegen den TV Endingen bestreiten müssen und damit direkt in den Abstiegskampf verwickelt sind. Die Mannschaft hat aber mit einer reifen Leistung gezeigt, dass sie für die anstehenden Aufgaben gerüstet ist.

Mit etwas Zurückhaltung steigen die beiden Teams in diese Partie ein. Dabei hilft die Strafe nach zwei Minuten gegen Martin Popovski den Hoppers auch nicht, den Tritt zu finden. Den Angriff der Basler kann man aber abwehren und Zeit von der Uhr nehmen. Danach scheitert aber auch Jorge Luis Pabán aus gleich doppelt und die Basler können ausgleichen. Damit überstehen die Hoppers die Strafe gut. Auch eine weitere Unterzahlsituation nach gut 8 Minuten beim Stand von 2:1 wissen die Zürcher gut zu verteidigen, können sogar auf Zweitore-Führung stellen (4:2). Diese Anfangsphase beweist erneut, dass GC Amicitia Zürich in der Defensive den Dreh raus hat, trotz der einen oder anderen Baisse im weiteren Spielverlauf hilft die Stabilität hinten dem Selbstvertrauen der Mannschaft.

Danach müssen die Hoppers allerdings einen herben Rückschlag hinnehmen. Nach zwölf Minuten schliesst Simon Schild zwar erfolgreich zum 5:2 ab, bleibt danach allerdings mit Schmerzen am Knie liegen, da Ismael Esono ihn in der Luft noch angegangen hatte. Schild kann in der Folge nicht mehr weiterspielen. Ob er als wichtige Teamstütze an den Playouts teilnehmen kann, werden medizinische Untersuchungen am Freitag zeigen. Danach kommen die Zürcher etwas aus dem Tritt, müssen in den folgenden Minuten den Ausgleich zum 6:6 nach 18 Minuten hinnehmen. Coach Petr Hrachovec nimmt daraufhin sein erstes Time-out. Dieses fruchtet, die Hoppers stellen in den nächsten Minuten wieder auf 9:7. Weiterhin nehmen aber beide Teams zu viele Fehlwürfe und machen es den Torhütern teilweise zu leicht, zu Paraden zu kommen. Hoppers-Goalie Nikola Marinovic und sein Gegenüber André Willimann kommen auf solide Quoten um die 40 Prozent zur Pause. Besonders auf der rechten Seite können sich Martin Popovski und der eingewechselte Kai Klampt nicht für die Playouts warmschiessen (0/2 bzw. 2/4-Quote zur Pause). Trotzdem führen die Hoppers nach 30 Minuten mit 13:10.

Der Start in die zweite Halbzeit gelingt den Hoppers danach besser, die Wurfquoten steigen bei beiden Teams in den ersten 10 Minuten. Die Basler bleiben hartnäckig, besonders weitere vergebene Würfe über die linke Seite von Jost Brücker und Anton Prakapenia nutzen sie zum Ausgleich nach zwischenzeitlichem 4-Torerückstand (16:16 nach rund 40 Minuten). Trainer Hrachovec nimmt sein Time-out, wieder scheinen seine Korrekturen zu nützen: Und mit Jann Bamert bringt der Coach ein Juwel aus der eigenen Jugend, der in den folgenden Minuten den Drive ins Team zurückbringt. Mit vier Toren in zehn Minuten erhöht Bamert das Score bis in die Schlussphase hinein vorentscheidend. Am Ende kommt er als bester Schütze seines Teams auf eine blitzblanke 100-Prozent-Quote mit sechs aus sechs Versuchen und zeigt sein grosses Potential auch mit vielen guten Zuspielen und einem starken Defensivverhalten.

Fünf Minuten vor Schluss nimmt die Partie, die zwischenzeitlich etwas vor sich hin plätscherte, allerdings nochmal Fahrt auf. Mit weiteren negativen Konsequenzen für GC Amicitia Zürich: Ein Foul von Albin Alili, der Basels Igor Stamenov unabsichtlich am Hals trifft, bestraft das Schiedsrichterduo Jergen/Zaugg mit roter und zusätzlicher blauer Karte. Damit aber nicht genug: Auch Coach Petr Hrachovec, der sich über das Verdikt enerviert, wird mit der Disqualifikation und anschliessendem Bericht an die Disziplinarkommission des Felds verwiesen. Damit besteht die Gefahr, dass die beiden in den Playouts mit Sperren belegt werden. Nach Wiederaufnahme des Spiels bewiesen die Hoppers in den letzten Minuten grosse Reife, erhöhen sogar noch auf vier Treffer und bringen damit den verdienten Sieg ins Trockene. Angesichts des möglichen Ausfalls von Simon Schild und den drohenden Spielsperren gegen Alili und Hrachovec fällt die Rechnung für den Sieg allerdings sehr teuer aus.


Die Playout-Serie
GC Amicitia Zürich – TV Endingen
können Sie live auf www.handballtv.ch verfolgen:
7. / 9./ 15. / 20. / 22. Mai 2021 – Anwurfzeiten folgen auf www.gc-amicitia.ch