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04.02.2019

SPL1/Frauen: Der Glücklichere steht im Cupfinale

Nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft steht im Cupfinal. Obwohl stark ersatzgeschwächt spielte GC Amicitia vor allem in der 2. Halbzeit eine glänzende Partie und hatte den Favoriten am Abgrund. Wären in den letzten 6,7 Minuten nicht 3 Bälle leichtfertig verworfen worden, als das Thuner Tor leer stand, dann wären die Zürcherinnen als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Da fehlte einmal mehr einfach eine gewisse Cleverness, um so ein Spiel dann zu seinen Gunsten zu entscheiden. Auch die Quote von 48% gehaltener Bälle seitens der Thuner Torhüterin Karmen Korenic sagt dazu genug aus.

Die erste Halbzeit stand noch mehrheitlich im Zeichen der Thunerinnen, welche in der stark spielenden Laura Rotondo ihre überragende Figur hatten. Thun konnte in den ersten gut 10 Minuten einen 3 – Tore – Vorsprung erarbeiten, den sie über einen längeren Zeitraum gegenüber GC Amicitia verteidigen konnten. Aber je länger die erste Halbzeit lief, desto enger wurde das Spiel, auch wenn der DHB Thun mit einem 11:8 in die Halbzeitpause gehen konnte..

Die 2. Halbzeit verlief zu Beginn noch einigermassen ausgeglichen. Immer noch konnte Thun den Dreitore – Vorsprung halten. Aber die Gäste aus Zürich bekamen den Gegner immer besser in den Griff und resultatmässig wurde die Partie immer knapper. In der 48. Minute schaffte Simona Grozdanovska erstmals den Ausgleich und eine turbulente Schlussphase zeichnete sich ab. Zwar konnte Thun immer wieder vorlegen, aber GC Amicitia blieb dran. Durch die genannten 3 leichtfertig verworfenen Bällen gelang den Zürcherinnen die Führung leider nie. Als Hannah Bopp 50 Sekunden vor Schluss dann den Anschlusstreffer zum 23:22 erzielte, war die Spannung nicht mehr zu überbieten. Thun schaffte es am Schluss mit Hängen und Würgen, den Ball und das Resultat zu verteidigen und schlussendlich mit einem glücklichen 23:22 – Sieg in den Cupfinal einzuziehen.

So war die Mannschaft und der gesamte Staff enttäuscht, dass man das grosse Ziel «Cupfinal» verpasst hat, wenn auch mehr als knapp und unglücklich. Aber: Das Team hat weitere, grosse Fortschritte gemacht und ist auf einem richtig guten Weg. Mit ein wenig Glück, das der DHB Rotweiss Thun heute hatte, wäre man in den Cupfinal gekommen. Aber man darf mehr als stolz sein auf die heutige Leistung und man kann mit Selbstvertrauen in die nicht leichte Auf- / Abstiegsrunde gehen, welche am kommenden Samstag in Stans beginnt.

CH-Cup - 1/2-Final
DHB Rotweiss Thun - GC Amicitia Zürich 23:22 (11:18)
Thun Gotthelf - 350 Zuschauer - Sr. Castineiras / Zwahlen

GC Amicitia Zürich: Leuenberger/Ligue (Torhüter); Bopp (4), A. Veit (2), Dormann, J. Veit, Laszlo (1), Decurtins (2), Beck, Grozdanovska (8/1), Litscher (1), Kasuya, Cirjan (4)

DHB Rotweiss Thun: Korenic/Peronino (Torhüter); Rotondo (7), Lehmann (1), Knecht, Käslin (3), Zumstein (5), Wyer (1), Frey (4), Eberhart, Schmied, Lorenz, Weibelova (2/1)

Strafen: 2 mal 2 Minuten für DHB Thun, 3 mal 2 Minuten für GC Amicitia Zürich

Bemerkungen: GC Amicitia ohne Cibula, Zürni, Ribeiro de Freitas, Müller (krank/verletzt). Thun verschiesst 3 Penalty. GC Amicitia verschiesst 1 Penalty

<<Bericht aus Sicht des Gegners>>