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14.07.2021

Sprungwurf mit Tor: Das Vereinsjahr aus Sicht des Vorstandes

Liebe Vereinsmitglieder
Dem Vorstand von GC Amicitia Zürich ist es ein grosses Anliegen, Euch einen Rückblick auf die abgelaufene Saison zu geben und Euch über die Pläne für die nahe Zukunft zu informieren.

An der Sektionsversammlung 2020 übernahm ein komplett neuer Vorstand die Handball-Sektion des Grasshopper Clubs. Nach den turbulenten letzten Jahren war es unsere wichtigste Aufgabe, Ruhe und Stabilität in den Verein zu bringen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die unseren Funktionären und Trainern ermöglichen, zielgerichtet mit ihren Teams arbeiten zu können. Mit Freude darf ich sagen, dass dies weitgehend gelungen ist und dass wir heute alle am gleichen Strang ziehen. Das personelle Gerüst - die Seele des Vereins - ist uns erhalten geblieben und konnte an einzelnen Positionen gezielt verstärkt werden. Finanziell haben wir das Corona-Jahr dank Einsparungsmassnahmen und staatlicher Unterstützung gut über die Runden gebracht und werden nicht mit dem budgetierten Verlust von CHF 20’000, sondern mit einem Gewinn von CHF 35’000 abschliessen.

Sportlich konnte eine wiederum schwierige Corona-Saison doch zufriedenstellend abgeschlossen werden. Erfreulicherweise haben wir trotz kurzzeitigem Sportverbot fast keine Mitglieder verloren - ein Kompliment hier an alle unsere Trainer. Der Höhepunkt dieser nicht immer einfach verlaufenden Saison ist der Schweizermeistertitel unseres Flaggschiffs bei den Junioren, dem U19 Elite. Herzliche Gratulation an dieser Stelle an die Trainer Jakub Szymanski und Beni Rachad, sowie an das gesamte Team. Und damit nicht genug: Mit unserer MU13E (Rang 2), der FU14E (Rang 3) und dem MU17E (Rang 3) erreichten weitere Teams Medaillenplätze. Herzliche Gratulation auch dazu. Unsere NLA-Teams konnten beide den Ligaerhalt sicherstellen. Aber natürlich - es ist nicht unsere Ambition, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen in der NLA gegen den Abstieg kämpfen zu müssen. Bei den Männern ist ein engagiertes Team um Präsident Philip Hohl daran, die Situation zu verbessern. Für die neue Spielzeit konnten sie mit Paul Bar und Gabor Csaszar zwei Weltklassetransfers bewerkstelligen. Bei den Frauen bekennt sich der neue Vorstand unmissverständlich dazu, dem Bereich in Zukunft die ihm angemessene Bedeutung zuzugestehen. Wir wollen mittelfristig zu den führenden Vereinen in der Schweiz aufschliessen und damit auch sicherstellen, dass unsere talentiertesten Spielerinnen ihre Zukunft bei uns sehen werden. Als eine erste Massnahme zur besseren Bindung unserer grössten Nachwuchstalente haben wir bei den Junioren das Titanenprojekt wiederbelebt und bei den Juniorinnen analog dazu das Amazonenprojekt lanciert. Die Talente verpflichten sich dabei zu einem leistungsorientierten Engagement und zum Verbleib in unserem Verein, im Gegenzug erhalten sie Spesenentschädigungen, zusätzliche Trainingsmöglichkeiten sowie individuelle Betreuung.

Im Bereich des Schiedsrichterwesens ist es uns erfreulicherweise gelungen, mit Oliver Kappeler einen erfahrenen Schiedsrichter für die Rekrutierung und das Coaching von jungen Schiedsrichtern zu verpflichten. Für die Saison 21/22 konnte er bereits neue Jungschiedsrichter für diese anspruchsvolle Aufgabe begeistern. Nun arbeitet er mit ihnen an der Lancierung ihrer Karrieren. Haben wir in unserem Verein doch grosse (Olympia-)Vorbilder.

Soviel zur Vergangenheit, nun zur Zukunft.
Eine vor Energie sprühende Foxi Kids Abteilung ist die Basis für unsere Zukunft. Um neue Kinder fürs Handball zu begeistern, haben wir eine grosse Anzahl Lektionen «Handball macht Schule» durchgeführt, was uns ermöglicht, auf die kommende Saison hin zwei neue Teams zu stellen, da alle bestehenden bereits wieder voller junger Sportlerinnen und Sportler sind. Als Premiere führen wir zum ersten Mal ein U11/U9 Schüeli durch und die Anzahl Feriencamps, die wir für die Stadt Zürich organisieren, wollen wir von zwei auf vier ausbauen. Davon soll eines ausschliesslich für Mädchen sein. Wir sind überzeugt, dass hier das Potential riesig ist. 

Im Nachwuchs der Männer befinden wir uns grundsätzlich auf einem sehr guten Niveau. Von zentraler Bedeutung ist nun eine enge Zusammenarbeit mit unserer NLA-Mannschaft um unseren jungen Spielern Perspektiven bieten zu können. So ist es ausserordentlich erfreulich, dass sieben (!) eigene Junioren im kommenden Jahr zum engeren und erweiterten Kader unser ersten Mannschaft gehören werden. Um den Übergang zu den Aktiven und die Verbindung zur NLA noch besser zu gestalten, streben wir die kontinuierliche Ligazugehörigkeit von 2. Liga bis in die NLA an. Dafür soll das 1. Liga Team, das in dieser Saison nur von Corona gebremst werden konnte, im Rahmen einer Spielgemeinschaft in die NLB aufsteigen und das zusammen mit dem HC Küsnacht geführte 2. Liga Team mittelfristig in die 1. Liga.

Im Frauenbereich befanden wir uns schon seit ein paar Jahren in einem Teufelskreis, indem uns die besten Juniorinnen jeweils Ende Saison verliessen, da sie bei uns in der NLA keine Zukunft sahen. Das führte dazu, dass wir keine Fortschritte machen konnten und im darauf folgenden Jahr das Gleiche wieder geschah. Um diesen Teufelskreis zu beenden, haben wir als ersten wichtigen Schritt den Profitrainer Kent Ballegard aus Dänemark - die Hochburg wenn es um Frauenhandball geht - verpflichtet. Sein Ziel soll es nun sein, unserer Frauen-NLA über die nächsten 3-4 Jahre neuen Aufschwung zu geben, die Rakete zu zünden und GC Amicitia Frauen mit den heute dominierenden Vereinen Brühl, Zug und Spono konkurrenzfähig zu machen. Auf das nächste Jahr hin ist es das Ziel, um die Ränge 5-6 zu spielen, so dass in der Handballschweiz gemerkt wird, dass sich bei uns etwas bewegt und es auch für Schweizer Spielerinnen wieder attraktiv wird, in Zürich Handball zu spielen. So sollen keine Talente mehr verloren gehen, denn auch in Zürich besteht die Möglichkeit, Handball-Karriere zu machen. 

Zuletzt wollen wir im kommenden Jahr unseren Clubgeist wiederbeleben, der in den letzten anderthalb Corona-Jahren zwangsläufig ein wenig untergegangen ist. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Euch direkt auf unser Vereinsfest Ende September aufmerksam machen. Details dazu werden bald kommuniziert. Wir freuen uns enorm, Euch auch an den Spielen unserer Top-Teams anzutreffen und wünschen nun einen schönen Sommer, mit viel Sonne, einigen Vorbereitungs-Schweisstropfen und grosser Vorfreude auf die kommende Saison.

Für den Vorstand:
Felix Rübel
Präsident GC Amicitia Zürich


Flurin Platz (M1) im Abschluss gegen RD Uster
Foto: Valentin Bamert