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08.04.2019

NLA/Herren: Eine Niederlage zu viel

GC Amicitia Zürich verliert gegen den HC Kriens Luzern mit 24:28. Weil Basel gleichzeitig gegen Gossau gewinnt, müssen die Zürcher den Gang in die Playouts antreten. 

Nach 24 Spielen fehlt den Zürchern ein Punkt für die Playoff-Qualifikation und den vorzeitigen Klassenerhalt. Wo der Punkt verloren ging, ist sekundär. Trotzdem ist man bei GC Amicitia Zürich enttäuscht über den Ausgang. «Schade hat es nicht gereicht», sagt etwa der für die 1. Mannschaft zuständige GCA-Präsident Phil Hohl nach dem Spiel in Kriens.

Der Grund warum es in Kriens nicht gereicht hat, trägt auch einen Namen: und zwar jenen von André Willimann. Der Torhüter vom HC Kriens Luzern hielt fast 50% der Bälle, die auf sein Tor kamen. Zu oft versuchten sich die Zürcher aus schwierigen Positionen, damit machten sie sich das Leben selber schwer. Philip Hohl: «Wenn man vorne die Tore nicht macht, wird es schwierig zu gewinnen.» In der Tat reichen 24 Tore in Kriens selten zum Sieg. Nur zweimal in 24 Spielen erzielten die Luzernen in dieser Saison weniger als 24 Tore zu Hause.

Trotz der Niederlage und dem Ausscheiden aus dem Playoff-Rennen bleibt man im Vorstand der 1. Mannschaft optimistisch: «Wir haben eine gut funktionierende Verteidigung mit einem starken und erfahrenen Torhüter.» Der überzeugende Nikola Marinovic zeigte auch in Kriens eine tadellose Leistung, konnte aber die Niederlage nicht verhindern. Doch aus ihrer Leistung dürfen die Zürcher durchaus Hoffnung schöpfen: Sie konnten Kriens über weite Strecken der Partie fordern. Erst in der zweiten Halbzeit verloren sie etwas den Anschluss, nicht wegen einer einzigen schlechten Phase, sondern kontinuierlich. Das zeigt zum einen, dass Kriens besser ist, was angesichts der Kaderzusammenstellung nicht überrascht  – zum anderen beweist es aber auch, dass die Mannschaft von GC Amicitia trotz der Niederlage sehr stabil ist. Einzelne Fehler werfen sie nicht mehr komplett aus der Bahn, wie noch vor Weihnachten. 

Die Playouts gegen Fortitudo Gossau beginnen am 20. April. Bis dahin gelte es diese Niederlage und die damit verbundene Qualifikation für die Playouts zu verarbeiten, sagt GCA Vorstands-Präsident Hohl. 

Gegen Gossau weisen die Zürcher eine durchzogene Bilanz vor. Sie gewannen zwar zwei von vier Partien, verloren aber auch einmal, ganz zu Beginn der Saison. Diese zwei Punkte fehlten wohl in der Endabrechnung. Denn wer gegen den Tabellenletzten nur fünf von acht möglichen Punkten holt, muss damit rechnen, in den Abstiegsstrudel zu gelangen. Für die Serie gegen Gossau haben die Zürcher immerhin Heimrecht und das Wissen, dass sie in den beiden Partien in diesem Jahr, zwei Mal gewannen und seit dem Trainerwechsel einen erkennbaren Aufwärtstrend zeigen. «Wir verfügen über eine gut funktionierende Verteidigung mit einem starken und erfahrenen Torhüter. Unsere schnelle zweite Welle funktioniert ebenfalls sehr gut», sagt Hohl. Diese Stärken gilt es in der Serie gegen Gossau auszuspielen, denn es geht um sehr viel: Der Verlierer der Best-of-5 Serie steigt direkt in die NLB ab. 

Männer Nationalliga A - Abstiegsrunde
HC Kriens-Luzern - GC Amicitia Zürich 28:24 (12:11)
Donnerstag, 04.04.2019, Kriens Krauerhalle

Zuschauer: 160, Schiedsrichter: Meier/Hennig

GC Amicitia Zürich: Marinovic, Ineichen; Frietsch (6), Pospisil, Kasapidis (2), Leitner, Alili (1), Heyme (4), Muggli (4/4), Klampt (1), Brücker (4), Sartisson (41, Onamade (1)

HC Kriens-Luzern: Eicher, Willimann; Lengacher, Harbuz (4/1), Blättler (1), Spengler (4), Vögtli, Gavranovic (3), Oertli (3), Ramseier (5/1), Gnos, Delchiappo (2), Hofstetter (6)

Strafen:
keine 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich; 4-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern

Bemerkungen: GC Amicitia ohne Schild, Laszlo, Dannmeyer, Bakos, Koller (verletzt)